Todeslaster von Dover: Festnahme in den Niederlanden - DER SPIEGEL
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Todeslaster von Dover Festnahme in den Niederlanden

Die Ermittlungen wegen des Todes von 58 chinesischen Flüchtlingen in einem Gemüsetransporter haben zu einer Festnahme geführt. Die niederländische Polizei hat auf britisches Ersuchen hin in Rotterdam drei Häuser durchsucht und eine Person verhaftet.
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Amsterdam/London - Der Gemüsetransporter gehörte nach Informationen der britischen Polizei vom Dienstag dem 24-jährigen Arjen van der Spek aus Rotterdam. Ob er der Festgenommene ist, gab die Staatsanwaltschaft jedoch noch nicht bekannt. Erst am vergangenen Donnerstag habe der noch bei seinen Eltern lebende Elektroingenieur seine Speditionsfirma "Van der Spek Transporten" im Handelsregister eintragen lassen, hatte ein britischer Polizeisprecher berichtet. Der niederländische Fahrer des Lastwagens war nach der Entdeckung der Leichen in Dover festgenommen worden. Die Einwanderer waren in einem niederländischen Gemüsetransporter über den Ärmelkanal nach Dover geschafft worden. Nach der Ankunft des Lastwagens in der Nacht zum Montag fand der britische Zoll bei einer Routinekontrolle 58 erstickte Chinesen und zwei Überlebende, die ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Die beiden Überlebenden des Flüchtlingsdramas haben sich im Krankenhaus erstmals zu den Zuständen in dem luftdicht abgeschlossenen Gemüsetransporter geäußert. Die "Times" zitierte am Dienstag einen Mitarbeiter des Krankenhauses mit den Worten: "Sie haben gesagt, es sei sehr dunkel in dem Anhänger gewesen, so dass sie über die Leichen der anderen stolperten, als sie versuchten, zur Tür zu kommen."

Die 56 Männer und vier Frauen hämmerten gegen die verschlossenen Türen und schrieen so laut, wie sie konnten, doch vergebens. Der Sauerstoffmangel ließ sie schließlich bewusstlos werden. Von den beiden Überlebenden erhofft sich die britische Polizei am Dienstag Hinweise auf die chinesische Schlepperbande. Die beiden Männer wurden unter starken Polizeischutz gestellt, um einen möglichen Anschlag zu verhindern.