"Todeslaster" von Dover Polizei nimmt chinesisches Paar fest
London - Vermutlich - so heißt es am Donnerstag - seien die beiden Festgenommenen aber nur Randfiguren. Zuvor hatte die niederländische Polizei den Spediteur festgenommen, für dessen Unternehmen der Lastwagen mit den Flüchtlingen im Laderaum unterwegs war. Wie ein Sprecher des Justizministeriums in Amsterdam mitteilte, stellte sich der 24-jährige Eigentümer der Spedition "Van der Spek" den Behörden in Rotterdam.
Die Polizei prüft unterdessen, ob es sich bei den Toten um eine Gruppe von Chinesen handelt, die im April bei Antwerpen aufgegriffen und wieder auf freien Fuß gesetzt worden war.
Der Tomatentransporter, in dem die 58 Leichen und zwei Überlebende am Montag gefunden wurden, kam aus der belgischen Hafenstadt Seebrügge nach England. Der Spediteur aus Rotterdam ist der dritte Niederländer, den die Polizei im Zusammenhang mit dem Tod der Flüchtlinge festgenommen hat. Der Fahrer des Lastwagens wurde am Mittwoch weiter verhört. Ein anderer, 55 Jahre alter Verdächtiger war am Montag festgenommen worden; Angaben über seine Identität wurden nicht gemacht.
Die Flüchtlinge hatten eine vier Monate lange Reise aus China zurückgelegt. Das ergibt sich aus dem Bericht eines Angehörigen. Demnach hatte die Gruppe im Februar die Stadt Jiangle in der Küstenprovinz Fujian verlassen und war über Peking, Moskau, Tschechien und Holland Richtung Großbritannien gereist.