Tödliche Affären: Herzinfarkt im Liebesnest - DER SPIEGEL
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Tödliche Affären Herzinfarkt im Liebesnest

Plötzlicher Tod beim Liebesspiel - oft heißt die Todesursache Herzinfarkt. Bei außerehelichem Sex ist die Gefahr besonders groß. Mediziner haben nun herausgefunden, dass 75 Prozent der Fälle beim Seitensprung auftreten.
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Besonders gefährdet beim Sex seien ältere verheiratete Männer, die mit einer jungen Frau ins Bett gingen. Das haben Mediziner auf dem Hamburger Kongress der Europäischen Gesellschaft für Sexual- und Impotenzforschung bekannt gegeben. Sex sei jedoch kein akutes Todesrisiko, so die Experten. Weniger als ein Prozent der plötzlichen Todesfälle geschehen bei der körperlichen Liebe.

Zu besonderer Vorsicht mahnten die Fachleute bei Erektionsstörungen: Sie könnten erste Warnsignale für Herzerkrankungen sein. Wie bei Potenzproblemen sind die Hauptgründe bei Herzkrankheiten: Bluthochdruck, Rauchen, zu wenig Bewegung, zu viel Blutfett. Ein Patentrezept für ein besseres Sexualleben haben die Mediziner auch: eine gesunde Lebensweise.

In Deutschland leiden vier bis sechs Millionen Männer unter Erektionsstörungen. Nur zehn Prozent seien in Behandlung, obwohl Medikamente wie Viagra (Wirkstoff Sildenafil) bei rund 75 Prozent der Betroffenen Wirkung zeigen.

Bei der Behandlung der Impotenz habe man mit dem Medikament Viagra weltweit große Erfolge erzielen können. Allerdings hauptsächlich in den Fällen, die überwiegend auf organische Probleme und weniger auf seelische Störungen zurückzuführen waren. Bald sollen zwei neue Medikamente auf den Markt kommen, die ähnlich wie Viagra wirken: Levitra (Wirkstoff Vardenafil) ist nach Expertenmeinung noch effektiver als Viagra. Das Medikament Cialis (Wirkstoff Tadalafil) wirkt bis zu 36 Stunden und kann also lange vor dem Sex eingenommen werden.