Tödliche Schüsse auf Schwarzen: US-Polizist freigesprochen - DER SPIEGEL
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Tödliche Schüsse auf Schwarzen US-Polizist freigesprochen

Die tödlichen Schüsse auf einen unbewaffneten Schwarzen sorgten im April für heftige Auseinandersetzungen in Cincinnati. Jetzt sprach ein Gericht den Polizisten frei.
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Washington - Der Beamte habe nach Auffassung des Richters bei seinem Schuss auf den 19 Jahre alten Schwarzen angemessen reagiert, berichtet der "Cincinatti Enquirer". Er habe in Sekundenbruchteilen auf eine sehr gefährliche Lage reagieren müssen, die von dem 19-jährigen provoziert worden war.

Der Polizist wurde sowohl vom Vorwurf des Totschlags als auch der vorsetzlichen Behinderung der Staatsgewalt freigesprochen. Eine interne Untersuchung des Vorfalls ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Deshalb könnte dem Beamten noch die Entlassung aus dem Polizeidienst drohen.

Der Polizist sagte, er gäbe alles dafür, wenn er die Geschehnisse vom 7. April rückgängig machen könnte. Die Mutter des Opfer meinte, nur Polizisten würden "wahre Gerechtigkeit" erfahren. Sie rief dazu auf, wie sie selbst friedlich auf das Urteil zu reagieren. Nach dem Urteilsspruch verstärkte die Polizei ihre Patrouillen in den sozialen Brennpunkten der Stadt.

Der 19-jährige war am 7. April geflüchtet, nachdem Polizisten ihn bei einer Kontrolle angehalten hatten. Ihm wurden mehrere Verkehrsvergehen vorgeworfen. Der Polizist eröffnete das Feuer, weil er angenommen hatte, der junge Mann wollte eine Pistole zücken. Er war der fünfte Schwarze, der in sieben Monaten bei Polizeieinsätzen in Cincinnati erschossen worden war. Aus Protest gegen die tödlichen Schüsse hatte es in Cincinnati tagelang gewalttätige Unruhen gegeben.