Tödlicher Sturz: Nitschs Eltern glauben an tragischen Unfall - DER SPIEGEL
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Tödlicher Sturz Nitschs Eltern glauben an tragischen Unfall

Drei Tage nach dem Tod von Jennifer Nitsch ist nach wie vor ein Rätsel, wie es zu dem Sturz kommen konnte. Die Polizei geht zwar von Selbstmord aus, aber die Angehörigen der Schauspielerin können das nicht glauben.
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Berlin - "Es ist für mich unvorstellbar, dass meine Tochter mit Absicht aus dem Leben geschieden ist", sagte ihre Mutter Barbara der "Bild"-Zeitung. Es könne sich nur um einen tragischen Unfall handeln.

Nur eine halbe Stunde vor dem Tod Nitschs hatte die Mutter noch mit ihr telefoniert. Ihre Tochter habe "ganz normal" gewirkt. Es habe keinen Streit gegeben, keine bösen Worte, "nichts Außergewöhnliches" und "keinen Hinweis, dass sie niedergeschlagen oder depressiv war", erinnert sich die 55-Jährige. "Jennifer machte nicht den Eindruck, dass sie in irgendeiner Form unter Druck stehe. Hätte ich etwas gemerkt, hätte ich sofort entsprechende Schritte eingeleitet und Freunde angerufen", sagte die Mutter zu "Bild".

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Vater Wolfgang ist ebenso fassungslos über den Tod seiner Tochter. Viggo von Wietersheim, Nitschs Anwalt und ein Freund der Familie, sagte der Münchner "Abenzeitung", die Schauspielerin habe ihren Vater am kommenden Wochenende besuchen wollen. Sie habe noch am Vormittag vor ihrem Tod mit ihm telefoniert. "Nichts deutete auf einen Freitod hin - im Gegenteil", sagte Wietersheim dem Blatt.

Auch Stiefvater Taghi Nedjabat ist davon überzeugt, dass Jennifer Nitsch sich nicht umbringen wollte. "Niemals hätte sie den Plan gefasst, ihrem Leben auf diese Weise ein Ende zu bereiten", sagte er der "B.Z.". Er bezeichnete seine Stieftochter als "stabiles Mädchen". Dass die 37-Jährige Probleme mit Drogen gehabt haben soll, kann er sich nicht vorstellen. "Uns ist nichts darüber bekannt, dass sie übermäßig Tabletten genommen haben soll", sagte der Stiefvater.

Jennifer Nitsch war am Sonntagmittag aus dem Fenster ihrer Münchner Wohnung gestürzt und dabei ums Leben gekommen. Laut Polizei handelt es sich "mit hoher Wahrscheinlichkeit" um Selbstmord. Fremdeinwirkung schließen die Beamten aus, einen Unfall jedoch nicht. Ungeklärt ist noch immer, warum die Tote nur mit Unterwäsche und T-Shirt bekleidet gefunden wurde. Eine Jeans hielt sie in der Hand.

Die aus Köln stammende Schauspielerin wird nach Angaben ihres Anwalts in ihrer Heimat im Rheinland beerdigt. Ein Termin steht noch nicht fest, sagte Wietersheim.