Tödlicher Unfall in Spanien: Bulle spießt 16-Jährigen in Isso auf - DER SPIEGEL
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Tödlicher Unfall bei Stierlauf Bulle durchbohrt 16-Jährigen

Der Stierlauf-Fanatismus in Spanien hat erneut ein Opfer gefordert: Ein 16-Jähriger starb in einem kleinen Ort im Osten des Landes, nachdem er von einem Bullen aufgespießt wurde. Die Ärzte konnten ihn auch durch Operationen nicht mehr retten.
Stierrennen: Jedes Jahr gibt es Verletzte, in Isso starb ein 16-Jähriger
Stierrennen: Jedes Jahr gibt es Verletzte, in Isso starb ein 16-Jähriger

Stierrennen: Jedes Jahr gibt es Verletzte, in Isso starb ein 16-Jähriger

Foto: Javier Lizon/ dpa
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Madrid - Im Südosten Spaniens ist am Samstag ein Junge gestorben. Der 16-Jährige wurde bei dem Stierlauf zu Ehren des Schutzheiligen von Isso von einem Bullen aufgespießt worden. Das Tier durchbohrte ihn von hinten bei der Hatz durch die Straßen der Stadt.

Der Junge starb einige Stunden später im Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Bei zwei Operationen hatten die Ärzte zuvor versucht, die schweren Leberschäden zu beheben. Ein 60-jähriger Mann war ebenfalls bei der Stierjagd verletzt worden, ein Bulle spießte ihn am Bein auf.

Der bekannteste Stierlauf findet zwar alljährlich in Pamplona statt. Aber ähnliche Veranstaltungen werden im ganzen Land organisiert. Kritiker und Anhänger stimmen darin überein, dass gerade in den kleineren Orten die Sicherheitsvorkehrungen nicht ausreichten. Fast jeder könne an den Rennen teilnehmen - egal ob betrunken oder untrainiert. In Pamplona hatte es zuletzt 2009 einen Toten gegeben, zwei Männer starben fünf Jahre davor.

Der Deutsche Tierschutzbund hält solche Veranstaltungen für eine "Qualkultur". Jährlich fänden rund 2000 Stierkämpfe statt, circa 30.000 Tiere stürben während der Wettkämpfe oder beim Training der Toreros.

abl/AP

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