Tödlicher Unfall mit Gefahrguttransporter in Schleswig-Holstein - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Schleswig-Holstein Autofahrer stirbt bei Unfall mit Gefahrguttransporter

Tödlicher Unfall in Schleswig-Holstein: Ein Mann starb, als er mit seinem Fahrzeug frontal gegen einen Gefahrguttransporter prallte. Rund hundert Liter einer brennbaren Chemikalie liefen aus.
Unfallstelle auf der Bundesstraße 5: Spezialisten kümmern sich um umgekippten Tanklaster
Unfallstelle auf der Bundesstraße 5: Spezialisten kümmern sich um umgekippten Tanklaster

Unfallstelle auf der Bundesstraße 5: Spezialisten kümmern sich um umgekippten Tanklaster

Foto: Jens-Peter Mohr/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Stördorf - Beim Zusammenstoß mit einem Gefahrguttransporter auf der Bundesstraße 5 zwischen Itzehoe und Wilster ist ein 34-jähriger Autofahrer gestorben. Der 42 Jahre alte Lastwagenfahrer wurde laut der Polizei bei dem Unfall am Donnerstag schwer verletzt und auf die Intensivstation eines Krankenhauses gebracht. Aus dem Lastwagen liefen etwa hundert Liter einer leicht entzündlichen Chemikalie aus.

Den Angaben eines Feuerwehrsprechers zufolge war das Auto beim Überholen mit dem entgegenkommenden Lastwagen zusammengeprallt. Der Auflieger war dabei umgekippt. Die Folgen für die Umwelt durch den Zusammenprall nahe Stördorf seien bislang noch unklar, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Die Wasserbehörde werde voraussichtlich am selben Tag prüfen, ob Teile der Flüssigkeit ins Erdreich gelangt oder verdunstet seien.

Eine Gefahr für die Bevölkerung schloss die Feuerwehr aus. Mit Tüchern sei die ausgelaufene Chemikalie nach dem Unfall weitgehend aufgenommen und in Behälter verfrachtet worden. Der Transporter war den Angaben zufolge mit 29.000 Litern Hexene, einem Bestandteil von Superkraftstoff, beladen.

Die Bergungs- und Säuberungsarbeiten dauerten mehrere Stunden. Die Bundesstraße konnte erst in der Nacht zu Freitag gegen 2 Uhr wieder freigegeben werden. Zwischen Itzehoe und Heide wurde zeitweise die Bahnstrecke wegen möglicher Explosionsgefahr gesperrt, ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet. Sechs Züge seien durch die Sperrung ausgefallen, sagte eine Sprecherin der Nordostseebahn. Der Betrieb sei am frühen Freitagmorgen aber planmäßig gestartet.

wit/dapd