Tödlicher Unfall U-Bahn erfasste drei Bauarbeiter
Nürnberg - "Die Arbeiter befanden sich auf einem Streckenabschnitt, auf dem nicht gebaut wurde", sagte der Technische Vorstand der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG), Rainer Müller. "Wir müssen noch klären, wie sie dorthin kamen. Die Baustelle befindet sich auf dem gegenüberliegenden Gleis." Insgesamt seien zum Zeitpunkt des Unglücks acht Mitarbeiter einer Fremdfirma vor Ort gewesen.
Die U-Bahn-Linie 1 verkehrt an der Unglücksstelle oberirdisch. Nach Angaben Müllers wurde an der Stelle das Schotterbett erneuert. "Wir arbeiten grundsätzlich nachts auf der Strecke", sagte er. Ein so genannter Sicherungsposten warne die Mitarbeiter bei herannahenden Zügen. Dieser Posten sei auf dem Platz gewesen.
Der Unglückszug war Müller zufolge gegen 1 Uhr der letzte, der die Strecke der U 1 in der Nacht zu Mittwoch befuhr. Er sei auf dem Weg ins Depot gewesen und habe noch sechs Haltestellen vor sich gehabt. Die Strecke wurde zunächst gesperrt.
Nach Angaben eines Polizeisprechers waren rund 70 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sowie Sanitäter und Notfallseelsorger am Unglücksort.