Tödlicher Verkehrsunfall Anklage gegen Ralf Wolter
Lübeck - Gegen den 76-Jährigen sei Anklage wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen erhoben worden. Hinzu komme der Punkt der Gefährdung des Straßenverkehrs, bestätigte Klaus-Dieter Schultz, Pressesprecher der Lübecker Staatsanwaltschaft, gegenüber SPIEGEL ONLINE.
Die Staatsanwaltschaft wirft Wolter vor, durch ein verbotenes Wendemanöver in einer Baustelle auf der Autobahn Hamburg-Berlin am 22. Mai den schweren Verkehrsunfall mitverursacht zu haben, bei dem bei Hornbek eine 66-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 66 und 70 Jahren aus Kiel ums Leben gekommen. Ein Prozesstermin stehe noch nicht fest, zunächst müsse das zuständige Gericht in Schwarzenbek über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden, sagte Schultz.
Wolter hatte eine Mitverantwortung für den Unfall eingeräumt und sein Verhalten bedauert: "Das Wenden auf der Baustelle war nicht gut. Mir ist klar, dass das eine Todsünde ist". Selbst habe er von dem Unfall nichts mitbekommen. "Ich habe nur ein Hupen gehört." Erst als er später von der Polizei gestoppt und vorläufig festgenommen worden sei, habe er von dem Unfall gehört.