Toiletten-Sex: George Michael droht Millionenklage - DER SPIEGEL
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Toiletten-Sex George Michael droht Millionenklage

Sex auf einer öffentlichen Toilette - für den Popstar George Michael nicht nur vergnüglich. In den USA ließ er sich dabei von einem Polizisten erwischen und hat nun eine Millionenklage am Hals. Der Ordnungshüter wirft dem Sänger üble Nachrede und Beleidigung vor.
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Los Angeles - Mit seiner Klage will der Polizist Marcelo Rodriguez gegen zwei Behauptungen des Superstars vorgehen. Michael habe ihn beschuldigt, ihm eine Falle gestellt zu haben, und in Interviews verbreitet, Rodriguez habe vor ihm seine Genitalien geschwenkt. Der Polizist fordert nun Schadenersatz für erlittene Erniedrigung, emotionalen Stress und ärztliche Behandlung, zusätzlich Strafzahlungen und die Übernahme der Gerichtskosten.

Ein US-Berufungsgericht ließ nun die Klage des Polizisten gegen den 39-jährigen Musiker zu. Die Äußerungen des Popstars über den Polizisten hätten die Grenze der freien Meinungsäußerung überschritten. In erster Instanz war die Klage von einem Bundesrichter abgewiesen worden.

Als ziviler Ermittler hatte Rodriguez den Sänger am 7. April 1998 in der Männertoilette im Will Rogers Memorial Park in Beverly Hills wegen "ungebührlichen Verhaltens" festgenommen. Im Videoclip zu seinem Hit "Outside" stellte George Michael den Vorfall später auf ironische Weise dar und verspottete die Polizei.

George Michael war wegen des Vorfalls in der Toilette bereits zu 810 Dollar Strafe, 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit und der Teilnahme an einer psychologischen Beratung verurteilt worden.

In den achtziger Jahren wurde Michael zusammen mit Andrew Ridgeley als Popgruppe Wham! bekannt. 1986 trennte sich das Duo und Michael startete eine erfolgreiche Solokarriere. Sein erstes Album "Faith" verkaufte sich mehr als zehn Millionen Mal. Die Single "I Want Your Sex" wurde aber bei vielen Radiosendern in den USA verboten.