Tonya Harding: Die "Eis-Hexe" im Knast - DER SPIEGEL
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Tonya Harding Die "Eis-Hexe" im Knast

US-Eiskunstläuferin Tonya Harding wird ihr Negativ-Image nicht los - im Gegenteil: Die "Eis-Hexe" ist wegen Körperverletzung zu drei Tagen Gefängnis verurteilt worden.
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Vancouver - Bevor die Harding in Handschellen ins "Clark-Bezirksgefängnis" von Vancouver abgeführt wurde und ihre Haftkleidung - blaue Hose, schwarzes Hemd - erhielt, äußerte sie noch drei Wünsche. Die Gefängnisleitung möge ihr eine Einzelzelle und eine Zigarette geben. Außerdem bat sie ihren Rechtsanwalt, er solle sich um ihre Haustiere kümmern. Das Ersuchen nach einer Zigarette wurde abgelehnt, denn Rauchen ist in der Haftanstalt verboten.

Hardings Zelle ist 2,44 m mal 1,83 m groß. Außer einem Bett gibt es nur noch ein Waschbecken und eine Toilette. Wenn sie von der Wache etwas möchte, muss sie an die Zellentür klopfen.

Die 29-Jährige war am Donnerstag schuldig gesprochen worden, am 23. Februar im alkoholisierten Zustand ihrem Lebensgefährten vorsätzlich eine Radkappe an den Kopf geworfen und ihn dadurch verletzt zu haben. Neben drei Tagen Haft muss sie 822 Dollar Strafe zahlen und zehn Tage gemeinnützige Arbeit leisten.

Wegen ihrer Beteiligung am "Skategate" war Harding vor sechs Jahren bereits zu einer Geldstrafe von 160.000 Dollar und 500 Stunden Sozialarbeit verurteilt worden. Bei den nationalen Titelkämpfen am 6. Januar 1994 in Detroit hatten sie und ihre Clique versucht, ihre ärgste Rivalin Nancy Kerrigan durch einen Schlag aufs Knie mit einer Eisenstange für die Olympischen Winterspiele in Lillehammer auszuschalten. Nach ihrem Start bei den Winterspielen 1994 wurde sie außerdem vom amerikanischen Eiskunstlauf-Amateur-Verband zeitlebens gesperrt.