Tori Bowie – Nachruf - DER SPIEGEL
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Gestorben Tori Bowie, 32

• aus DER SPIEGEL 19/2023
Foto:

Gladys Chai von der Laage / action press

Die Idee, dass sie die beste Sprinterin der Welt werden könne, sei Tori Bowie 2012 auf dem Sofa gekommen. »Ich glaube, ich kann all diese Damen schlagen«, habe die damals 21-jährige US-Amerikanerin ihrer Großmutter gesagt, nachdem sie das olympische 200-Meter-Finale am Fernseher verfolgt hatten.

Sie behielt recht: 2016 gewann Bowie in Rio de Janeiro Olympiagold mit der amerikanischen 4-mal-100-Meter-Staffel, 2017 krönte sie sich zur Einzelweltmeisterin über 100 Meter. Nun sei sie zwar die schnellste Frau der Welt, sagte Bowie, doch »am wich­tigsten ist es, demütig zu bleiben«.

Als Kleinkind war Bowie in ein Pflegeheim gekommen, wuchs dann bei ihrer Großmutter auf, in einer kleinen Gemeinde in Mississippi. Die Menschen von dort seien eigentlich »nicht dazu bestimmt, erfolgreich zu sein«, erklärte sie kurz vor ihrem überraschend frühen Tod. Tori Bowie wurde am 2. Mai in Horizon West, Florida, tot aufgefunden.

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