Tornado-Absturz Dorf entging nur knapp einer Katastrophe
Garding - Die Augenzeugin beobachtete das Unglück am Himmel von ihrer Terrasse aus: "Plötzlich hörte ich einen Knall, und als ich wieder zum Himmel schaute, brannte eines der Flugzeuge. Es war wie ein Feuerball am Himmel", sagte die Frau der Nachrichtenagentur AP. Wie die beiden Tornados zusammengestoßen seien, könne sie nicht sagen. Das brennende Flugzeug sei noch eine ganze Weile in Richtung Medehop und des Badeortes St. Peter Ording geflogen. "Alles sah so nah aus. Ich hatte riesige Panik und war sicher, eines der Flugzeuge würde bei mir im Garten landen." Aus Angst sei sie dann auf die Straße gelaufen und habe die Feuerwehr angerufen. "Am Horizont sah ich dann die Rauchwolken der abgestürzten Flugzeuge", sagte sie.
Tatsächlich krachten die rauchenden Trümmer der beiden Maschinen etwa zwei Kilometer hinter dem 2500-Einwohnerort Garding im Abstand von etwa 800 Metern auf zwei Wiesen. Einen Schutzengel hatten die Bewohner eines Zweifamilienhauses. Die Triebwerke eines Jets schlugen nur rund 60 Meter vor ihrer Haustür ein. "Wir sind hier knapp einer Katastrophe entgangen", sagte ein Anwohner.
Wie es zu dem Zusammenstoß kam ist noch immer unklar. Nach Angaben der Bundeswehr befanden sich die zweisitzigen Flugzeuge zusammen mit einer dritten Maschine auf einem Ausbildungsflug. Bei den beiden überlebenden Soldaten handelte es sich um die Besatzung eines der Unglücks-Jets. Sie retteten sich den Angaben zufolge mit Fallschirmen und wurden nur leicht verletzt. Experten der Flugsicherheit der Luftwaffe haben die Ermittlungen übernommen.