Tote bei Erdbeben in südiranischer Provinz Buschehr - DER SPIEGEL
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Iran Tote bei Erdbeben in Provinz Buschehr

Mindestens sieben Menschen sind bei einem Beben in Iran ums Leben gekommen. Es ereignete sich rund 60 Kilometer entfernt vom Atomkraftwerk Buschehr.
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Teheran - Bei einem Erdbeben der Stärke 5,7 in Iran sind am Donnerstag nach Behördenangaben mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Erdstöße trafen die südiranische Provinz Buschehr, in der auch das erste Atomkraftwerk Irans steht. 30 Menschen wurden mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, teilte der Katastrophenschutz mit.

Das Epizentrum lag den Angaben zufolge nahe der Stadt Borasdschan. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars war das Beben aber fast in der ganzen Provinz zu spüren. In mehreren Städten verließen die Einwohner aus Angst vor Nachbeben ihre Häuser und flüchteten auf die Straße.

Mit einer Bevölkerung von 100.000 Menschen liegt Borasdschan ungefähr 60 Kilometer nördlich des Atomkraftwerks Buschehr. Der örtliche Gouverneur Aliresa Chorani sagte, Häuser und Strommasten seien beschädigt worden, Rettungskräfte seien in der Unglücksregion im Einsatz.

In Iran gibt es häufig Erdbeben, weil dort mehrere tektonische Platten aufeinander treffen. Im Dezember 2003 waren bei einem Beben in der südlichen Stadt Bam 31.000 Menschen ums Leben gekommen - ein Viertel der dortigen Bevölkerung. Im August 2012 starben in der Nähe der Stadt Täbris im Nordwesten des Landes bei zwei Beben der Stärke 6,2 und 6,0 insgesamt 306 Menschen. Auch im April diesen Jahres gab es in der Provinz Buschehr ein Beben, bei dem mehr als 30 Menschen ums Leben kamen.

Das Atomkraftwerk Buschehr liegt im Südwesten des Landes an der Küste des Persischen Golfs. Es wurde 2011 als erstes iranisches Atomkraftwerk ans Netz angeschlossen, war mit Hilfe Russlands errichtet worden und wurde im Herbst 2011 in Betrieb genommen.

mia/AFP/dpa