Tote und Verletzte Schwimmbagger kentert im Suez-Kanal
Kairo - Das ägyptische Baggerschiff kenterte in der Nähe von Ismailija. Mindestens zwei Arbeiter seien ertrunken, zwei weitere werden noch vermisst, heißt es. Nach Behördenangaben besteht für die Vermissten kaum noch Hoffnung, dass sie lebend gefunden werden. Acht Männer wurden verletzt.
Die Angaben zur Zahl der Geretteten und der Besatzungsmitglieder variieren stark. Laut der staatlichen ägyptischen Nachrichtenagentur Mena konnten 14 Arbeiter gerettet werden, die sich an Bord befunden hatten. Die Nachrichtenagentur Reuters hingegen berichtet, 41 von insgesamt 45 Besatzungsmitgliedern seien gerettet worden.
Der für den Schiffsverkehr zwischen Europa und Asien bedeutsame Suez-Kanal musste nach dem Unglück für etwa eine Stunde komplett gesperrt werden. Danach wurde die westliche Route Behördenangaben zufolge wieder freigegeben, die östliche blieb geschlossen.
Der Bagger war eingesetzt worden, um Sand aus dem Kanal zu entfernen und die Wassertiefe von 20 auf 23 Meter zu erhöhen. Als Ursache für den Unfall nannte ein Ingenieur der Suez-Kanalgesellschaft einen technischen Defekt an dem Schwimmbagger.
Die Durchfahrtsgebühren für den Suez-Kanal, der das Mittelmeer und das Rote Meer verbindet, gehören neben dem Tourismus zu den wichtigsten Einnahmequellen Ägyptens.
han/reuters/dpa/AP