Toulouse: Verhaftungen nach Explosionskatastrophe - DER SPIEGEL
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Toulouse Verhaftungen nach Explosionskatastrophe

Dutzende Menschen starben, als vor rund neun Monaten im südfranzösischen Toulouse eine Düngemittel-Fabrik in die Luft flog. Zunächst war ein Terrorakt nicht ausgeschlossen worden. Nun wurden elf Menschen festgenommen - Beschäftigte des Unternehmens.
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Toulouse - Gegen die elf Angestellten der Düngemittel-Fabrik AZF werde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, hieß es nach Angaben der Justiz in Toulouse von Dienstag.

Nach dem jüngsten Expertenbericht aus der vergangenen Woche war die schwerste Industriekatastrophe Frankreichs nach dem Zweiten Weltkrieg durch jahrzehntelange schlampige Lagerung von Chemikalien verursacht. Chlorprodukte in unmittelbarer Nähe von mehreren Hundert Tonnen Ammoniumnitraten hatten dem Bericht zufolge eine fatale Kettenreaktion ausgelöst, durch die am 21. September des vergangenen Jahres 30 Menschen getötet und etwa 2500 Personen verletzt wurden.

Die gewaltige Sprengkraft hatte noch im fünf Kilometer entfernten Stadtzentrum von Toulouse Fensterscheiben zu Bruch gehen lassen. An der Explosionsstelle wurde ein 50 Meter großer Krater in den Boden gerissen.