TransAsia-Absturz: Pilot schaltete falsches Triebwerk ab - DER SPIEGEL
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Bericht zu TransAsia-Absturz Pilot schaltete falsches Triebwerk ab

"Wow, ich habe den falschen Hebel gezogen": Statt des defekten Triebwerks hat der Pilot die funktionierende Maschine abgeschaltet - das TransAsia-Flugzeug stürzte im Februar ab. Das geht aus einem neuen Bericht hervor.
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Der Pilot des in Taiwan abgestürzten Flugzeugs hat vor dem Crash offenbar schwere Fehler gemacht. Das geht aus einem Bericht der taiwanesischen Luftfahrtsicherheitsbehörde hervor. Demnach stellte der Pilot ein funktionierendes Triebwerk ab, nachdem das zweite ausgefallen war. "Wow, ich habe den falschen Gashebel zurückgezogen", sagte der TransAsia-Pilot dem Bericht zufolge. Das war acht Sekunden vor dem Crash. Das Flugzeug ist darauf ausgelegt, auch noch fliegen zu können, wenn ein Triebwerk ausfällt.

Bei dem Absturz waren 43 der 58 Insassen gestorben. Unter den Toten sind auch Pilot und Co-Pilot. Die Passagiermaschine hatte mit der linken Tragfläche ein Taxi und eine Brücke gestreift und war dann in einen Fluss gestürzt.

Bereits ein vorläufiger Bericht, veröffentlicht kurz nach dem Absturz, hatte dokumentiert, dass das zweite Triebwerk abgeschaltet worden war. Damals ging man allerdings davon aus, der Pilot habe dies getan, um einen kompletten Motor-Neustart zu versuchen.

Kollegen beschrieben den Piloten als nervös und fahrig. Er soll eine Tendenz gehabt haben, schludrig durch die vorgeschriebenen Sicherheitsprotokolle zu hetzen, ohne sich dabei mit dem Co-Piloten abzustimmen. Dem Bericht zufolge soll er noch im Mai 2014 einen Test im Flugsimulator nicht bestanden haben.

Der Abschlussbericht zu dem Absturz soll im April 2016 vorgelegt werden.

ulz/AP/Reuters