Trauerfeier: Gläubige pfeifen Bush aus - DER SPIEGEL
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Trauerfeier Gläubige pfeifen Bush aus

Es war ein historischer Moment: Als erster Präsident der USA hat George W. Bush an der Beisetzung eines Papstes teilgenommen - trotz seines Streits mit dem Pontifex über den Irak-Krieg. Gellende Pfiffe waren zu hören, als auf einer Großbildleinwand eine Nahaufnahme Bushs übertragen wurde.
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Rom - US-Präsident Bush hatte eine hochrangige Delegation mit nach Rom gebracht, der auch sein Vater George Bush, sein Vorgänger Bill Clinton und Außenministerin Condoleezza Rice angehörten. Auf dem Petersplatz in Rom hatte Bush einen Platz in der zweiten Reihe der Ehrengäste. Die Sitze waren in alphabetischer Reihenfolge angeordnet, nach der französischen Bezeichnung für die Namen der Staaten. Neben Bush saß der französische Staatspräsident Jacques Chirac. Einer gesonderten Delegation des US-Kongresses gehörten etwa 40 Mitglieder an. Auf die Großaufnahme mit Bushs Gesicht reagierte die Menge vor dem Petersplatz mit Buhrufen und Pfiffen.

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Der US-Präsident verband seine Rom-Reise mit einem Besuch beim italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Dabei brachte Bush erneut sein Bedauern über den Tod des Geheimdienstoffiziers Nicola Calipari zum Ausdruck, wie ein Sprecher des Weißen Hauses mitteilte. Calipari kam vor einem Monat beim Beschuss durch amerikanische Soldaten ums Leben, als er die freigelassene italienische Geisel Giuliana Sgrena zum Bagdader Flughafen begleitete. Der Zwischenfall bewirkte eine massive Verstimmung zwischen Italien und den USA.

Bush traf in Rom auch mit amerikanischen Kardinälen zusammen, die ab 18. April an der Wahl eines neuen Papstes mitwirken. Nach dem Requiem trat der US-Präsident die Heimreise nach Texas an.

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