Trauerfeier: Tausende nehmen Abschied von Busunfall-Opfern - DER SPIEGEL
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Trauerfeier Tausende nehmen Abschied von Busunfall-Opfern

Ein lange Menschenkette zog heute vormittag über den Friedhof im westfälischen Hopsten: Rund 2200 Menschen gedachten in einer Trauerfeier der 13 Opfer des Busunfalls von Könnern in Sachsen-Anhalt. Ein Lastwagen war am Montag auf den Reisebus aufgefahren und hatte ihn eine Böschung hinabgeschoben.
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Hopsten/Hamburg – "Wo jeder jeden kennt, wo das Miteinander in Verbänden und Vereinen für alle Heimat bedeutet, macht der Tod von 13 geliebten Menschen viele hier im Ort auch heimatlos", sagte Weihbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst in der örtlichen Turnhalle von Hopsten, die für die Trauerfeier hergerichtet worden war. Rund 1300 Angehörige und Ehrengäste, darunter Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, waren zur Zeremonie zusammengekommen. Die zwölf Särge standen auf Höhe des Altars aufgebahrt, umrahmt von Blumen und Kerzen. Der dreizehnte Tote des Busunglückes in Sachsen-Anhalt wurde zur gleichen Zeit im Nachbardorf Recke-Steinbeck zu Grabe getragen.

Durch den Tod der 13 Menschen seien "nicht nur Lücken, sondern Löcher wie klaffende Wunden" gerissen worden, sagte Bischof Tebartz-van Elst in seiner Predigt weiter. Der Unfall mit seinen Folgen sei "unglaublich und unfassbar". Auf dem Hopstener Friedhof versammelten sich anschließend rund 2200 Trauernde, bevor die Familien der Opfer allein zu den Grabstätten weiterzogen, um Abschied zu nehmen.

Der Bus war am vergangenen Montag auf der A14 verunglückt. Ein Lastwagen war auf das Stauende aufgefahren und hatte den Reisebus eine Böschung hinuntergeschoben. Derzeit wird gegen den 46 Jahre alten Lastwagenfahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Unklar ist noch, ob auch technische Ursachen zu dem Unglück beigetragen haben.

jkr/dpa/AP