"Tricolor"-Wrack: Gesunkene Autofähre droht aufzubrechen - DER SPIEGEL
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"Tricolor"-Wrack Gesunkene Autofähre droht aufzubrechen

Taucher haben einen Riss am Rumpf der gesunkenen Autofähre "Tricolor" entdeckt. Der Besitzer soll seinen Plan aufgegeben haben, das Schiff nach der Bergung wieder seetüchtig zu machen.
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Antwerpen - Nach Berichten der flämischen Zeitung "Gazet van Antwerpen" haben Taucher der Bergungsfirma Smit den Riss an der Unterseite gesunkenen Wracks entdeckt. Der Schiffkörper sei am Donnerstag bei starkem Seegang eingeknickt. An Bord des Schiffes befinden sich 2900 Luxus-Neuwagen.

Der norwegische Besitzer der "Tricolor" Wilhelmsen Wallenius soll der Zeitung zufolge seinen Plan aufgegeben haben, das Schiff nach der Bergung wieder seetüchtig zu machen. "So ein beschädigtes Schiff ist nicht geeignet, in der starken Strömung des Ärmelkanals den Stürmen zu trotzen", sagte ein Sprecher der Bergungsfirma.

Im Januar waren größere Mengen Öl aus dem Schiffswrack ausgetreten. Das Öl verursachte an der Nordseeküste ein Vogelsterben. 800 Seevögel mit verklebtem Gefieder wurden an die belgische Küste gespült.

Die "Tricolor" war Mitte Dezember mit einem anderen Frachter zusammengestoßen und rund 30 Kilometer vor dem französischen Dünkirchen gesunken. An dieser Stelle ist der Ärmelkanal nur 30 Meter tief. Deshalb ragt das Wrack bei Ebbe knapp über die Meeresoberfläche hinaus.