Trier Stromausfall stürzt Region ins Chaos
Trier - Allein in Trier mussten etwa zehn Menschen aus stecken gebliebenen Fahrstühlen befreit werden. Telefone, Radios und Fernsehgeräte funktionierten nicht. In Luxemburg mussten auf der großen Kirmes "Schueberfour" zahlreiche Besucher aus den Fahrgeschäften geborgen werden.
"Viele Patienten mussten zu Hause mit Sauerstoff versorgt werden", berichtete der Sprecher des Katastrophenstabs, Hans-Günther Lanfer. Die Notfallplanung der Stadt müsse gründlich überdacht werden. "So etwas hat es hier noch nicht gegeben, und wir haben gemerkt, dass wir die Informationen nicht schnell an die Leute bringen können."
Nach gut drei Stunden Stromausfall begann der Energielieferant RWE gegen 20.00 Uhr schrittweise wieder damit, den Strom aufzuschalten. Noch am Abend hatten viele Haushalte wieder Strom.
Die Ursache für den Ausfall war zunächst unklar. Viele Anrufer hätten einen terroristischen Angriff befürchtet, berichtete die Polizei. Dafür gebe es aber keinen Hinweis. Der Stromkonzern RWE ging nach ersten Prüfungen davon aus, dass der Ursprung der Störung in Luxemburg gelegen und diese sich dann weiter in die Region Eifel-Hunsrück fortgesetzt habe.
Auf den Straßen gab es wegen des Berufs- und Feierabendverkehrs chaotische Verhältnisse. "Es geht so gut wie gar nichts mehr", sagte ein Polizeisprecher. Viele Geschäfte und Kneipen blieben geschlossen, weil die Alarmanlagen und die Kassensysteme nicht mehr funktionierten. Auch die Dom-Uhr blieb stehen und dokumentierte die Zeit des Stromausfalls: 16.50 Uhr.