Tropen-Wetter Temperaturrekorde - und es wird noch heißer
Offenbach - Mit tropischer Hitze und Sonne pur hat Hoch "Axel" am Montag schon drei Tage vor dem kalendarischen Sommerbeginn Temperaturrekorde in Deutschland geknackt. In Köln schwitzten die Menschen bei knapp 35 Grad, dem höchsten Juni-Wert nach 1945. In Essen war es mit nahezu 33 Grad sogar der heißeste Juni-Tag seit 100 Jahren. Die Potsdamer erlebten mit 33,8 Grad den wärmsten 19. Juni seit 1893. Der heißeste Tag des Jahres war es in der Lüneburger Heide mit 35 Grad, in Baden-Württemberg mit bis zu 34 Grad und in Thüringen mit bis zu 31 Grad. Zum offiziellen Start des Sommers Mitte der Woche soll das Wetter dann aber unbeständiger und kühler werden, sagt der Deutsche Wetterdienst in Offenbach voraus.
Hitze und intensive Sonnenstrahlung trieben auch die Ozonwerte in die Höhe. Etwa in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Baden-Württemberg wurde dadurch der Warngrenzwert von 180 Mikrogramm Ozon je Kubikmeter Luft überschritten. Empfindliche Menschen sollten deswegen auf körperliche Anstrengungen im Freien verzichten.
Erfrischend kühl blieb es nur in höheren Lagen und an der Ostsee. Auf der Insel Rügen wurden vergleichsweise niedrige 18 Grad gemessen, während das Quecksilber auf der Nordseeinsel Norderney bis auf 29 Grad kletterte. Hitze und Sonne ließen auch die Badetemperaturen steigen. Das Wasser des Bodensees erreichte bereits rund 20 Grad.
Wer es einrichten kann, sollte sich am Dienstag am besten frei nehmen und ins Schwimmbad gehen: Bei 29 bis 35 Grad bleibt es heiß und trocken - die Lausitzer sollen sogar bei 37 Grad schwitzen. Am Nachmittag bilden sich dann aber vom Schwarzwald bis zur Nordsee Quellwolken am Himmel, besonders in der Westhälfte können auch Wärmegewitter abregnen.
Ausgerechnet am Mittwoch, dem offiziellen Sommerbeginn, kommt dann die Wetterwende: An Ems, Mosel und Rhein ziehen Wolken auf, einzelne Schauer und Gewitter bringen vorübergehende Abkühlung. Ansonsten ändern sich die Temperaturen wenig, nur auf den Nordseeinseln wird es kühler. Erst am Donnerstag setzt sich das wechselhafte Wetter in ganz Deutschland durch: Schauer, Blitz und Donner sind dann auch im Osten und Südosten möglich, doch in Sachsen und Bayern sinken die Höchstwerte kaum unter 30 Grad.
Im Norden dagegen ist es am Donnerstag mit 20 Grad schon merklich kühler als zum Wochenanfang, im Westen steigen die Temperaturen höchstens auf 25 Grad. Am Freitag bleibt es unbeständig. Regen und dichte Wolken vermiesen aller Voraussicht nach auch das Wochenende, das nur noch 16 bis 23 Grad warm wird. Am Sonntag hellt der Himmel wieder auf, aber es bleibt deutlich kühler als am gerade vergangenen Wochenende, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte.