Tropenhitze: Europa schwitzt - DER SPIEGEL
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Tropenhitze Europa schwitzt

In Deutschland soll es Rekordtemperaturen von bis zu 37 Grad geben, die Schweizer erleben den heißesten Juni-Tag seit 50 Jahren, und in Italien laufen die Notaufnahmen der Krankenhäuser über. Doch "Saskia" naht.
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Wasserspiele in Oberrad bei Frankfurt

Wasserspiele in Oberrad bei Frankfurt

Foto: AP
Auch zu Kajakfahrten auf der Donau laden die Temperaturen ein (hier in Straubing)

Auch zu Kajakfahrten auf der Donau laden die Temperaturen ein (hier in Straubing)

Foto: DPA
Sprung vom Fünf-Meter-Brett im Freibad am Weserstadion

Sprung vom Fünf-Meter-Brett im Freibad am Weserstadion

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Im Englischen Garten erfrischt der Eisbach die Münchner

Im Englischen Garten erfrischt der Eisbach die Münchner

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Saskia (M) genießt im Essener Freibad die Hitze, solange es das gleichnamige Tief noch zulässt

Saskia (M) genießt im Essener Freibad die Hitze, solange es das gleichnamige Tief noch zulässt

Foto: DPA
Eiszeit in Villingen-Schwenningen

Eiszeit in Villingen-Schwenningen

Foto: DPA




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Bochum - Heute wird es in Deutschland noch wärmer. Sogar an den Küsten und im Schwarzwald herrscht Mittelmeerklima. Hier wird es bis zu 30 Grad Celsius heiß. Im Allgäu werden Temperaturen bis zu 33 Grad und auf der Zugspitze bis zu 16 Grad erwartet. Allerdings hält das schöne Wetter nur noch bis zum Dienstagabend an.

Im Nordwesten kommen teils kräftige Schauer und Gewitter auf, im Süden ist mit vereinzelten Wärmegewittern zu rechnen. Der Wind weht meist mäßig aus südlicher Richtung, in Gewitternähe kann es Böen geben. Am Mittwoch bringt das Tief "Saskia" wieder schlechteres Wetter. Bei Schauern und kräftigen Gewittern steigen die Temperaturen noch einmal auf 25 bis 35 Grad an. Es bleibt schwül. Auch am Donnerstag und Freitag gibt es viel Regen und Gewitter.

Gesundheitsexperten forderten spezielle Vorschriften zum Schutz vor Hitze am Arbeitsplatz. Der Arbeitgeber solle Mitarbeiter mit Herz- und Kreislauferkrankungen sowie ältere Kollegen bei extremer Hitze auch nach Hause gehen lassen, sagte der frühere DGB-Referatsleiter Arbeits- und Gesundheitsschutz, Reinhold Konstanty, der "Saarbrücker Zeitung". Besonders gefährlich sei die "Kombination Hitze plus Ozonbelastung plus sonstige Schadstoffbelastung", wie sie bei Straßenbauarbeitern gegeben sei. Konstanty appellierte an die Einsicht der Arbeitgeber: "Da sollte man mehr Pausen machen oder in den heißesten Stunden nicht arbeiten."

In der Schweiz wurde mit Temperaturen um die 34 Grad der heißeste Juni-Tag seit 50 Jahren gemessen. In Basel bekamen die Schüler bei 34,2 Grad hitzefrei. Während in Interlaken 31,4 Grad gemessen wurden, gab es 3000 Meter weiter oben auf dem Jungfraujoch Spitzenwerte von 9,8 Grad. Im Sonnenkanton Tessin wurden in Lugano dagegen "nur" 30,3 Grad erzielt.

Auch in Italien ist kein Ende der Hitzewelle in Sicht. Von Mailand bis Palermo kletterten die Temperaturen am Dienstag wieder auf 35 Grad und mehr. Zugleich machten hohe Ozonwerte den Behörden in den Großstädten Sorgen. In vielen römischen Krankenhäusern sind die Notaufnahmen überlaufen; vor allem ältere Menschen leiden unter den Kapriolen des Wetters.

Zur Abkühlung hat sich die Stadt Rom etwas Besonders ausgedacht: Um Fußballfans, die auf einigen Plätzen das Weltmeisterschaftsspiel Italien-Südkorea per Video verfolgen, vor dem Hitzschlag zu schützen, rückt die Stadtverwaltung mit Schläuchen an und sprüht Wasserfontänen über die Tifosi. Mindestens bis zum Wochenende soll die Hitzewelle dauern - möglicherweise aber auch noch länger.