Tropenstürme: "John" wird zum Hurrikan - DER SPIEGEL
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Tropenstürme "John" wird zum Hurrikan

US-Wetterbehörden haben den Sturm "John", der auf die mexikanische Westküste zufährt, als Hurrikan eingestuft. Währenddessen wartet Florida auf das Eintreffen des geschwächten Sturms "Ernesto".
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Miami - "John" hat Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern in der Stunde erreicht, teilte das nationale Hurrrikan-Zentrum der USA in Miami mit. Der Tropensturm gilt jetzt als Hurrikan und zielt unverändert auf den mexikanischen Badeort Acapulco. US-Experten zufolge soll er am Wochenende noch über andere Touristenorte der Pazifikküste und der Halbinsel Baja California fegen. "John" ist im Ostpazifik der sechste Hurrikan der Saison.

Den Status als Hurrikan hatte der Sturm "Ernesto" nur kurz inne, inzwischen bewegt er sich abgeschwächt mit Windgeschwindigkeiten von etwa 72 Kilometern in der Stunde auf Florida zu. Dort gehen Experten aber nicht davon aus, dass "Ernesto" über dem Golf von Mexiko noch wieder zum Hurrikan wächst. In der Flugschneise des Sturms liegt die Gegend um Miami und Fort Lauderdale, in der rund fünf Millionen Menschen leben. Das Zentrum von "Ernesto" wird am Abend auf den Florida Keys erwartet.

Floridas Gouverneur Jeb Bush hatte den Notstand für den US-Bundesstaat ausgerufen. Wie der "Miami Herald" berichtet, bildeten sich im Süden der Region lange Schlangen von Menschen, die sich mit Benzin und Nahrungsmitteln eindecken wollen. Weil Florida in letzter Zeit von mehreren Stürmen getroffen worden war, sind viele Schäden an Häusern immer noch nur notdürftig mit blauen Planen ausgebessert. Acht Hurrikane waren in den vergangenen zwei Jahren über den US-Bundesstaat gefegt, an der amerikanischen Golfküste hatte "Katrina" vor einem Jahr New Orleans verwüstet und rund 1500 Menschen getötet.

sön/AP/reuters