Trübes Pfingsten Krach, Donner, Kälte
Hamburg - Ein heftiges Gewitter hat in Hamburg Keller und Straßen überflutet. Innerhalb von nur 40 Minuten musste die Feuerwehr nach eigenen Angaben zu 34 durch Wasser ausgelöste Einsätze ausrücken. "Da ist auf einmal so viel Niederschlag runter gekommen, wie man gern im ganzen April gehabt hätte", sagte ein Feuerwehrsprecher.
Auf dem Hamburger Flughafen wurde ein Mensch vom Blitz getroffen und ins Krankenhaus gebracht. Im Hamburger Stadtteil Volksdorf brannte der Dachstuhl eines Einfamilienhauses. Ausgelöst wurde das Feuer offenbar durch einen Blitzeinschlag.
Die heftigen Gewitter im Norden und Westen der Republik sind nur ein erster Vorgeschmack auf die bevorstehenden Feiertage: "Mit Pauken und Trompeten wird die bei uns liegende schwül-heiße Luft allmählich von nachrückender kühlerer Meeresluft nach Osten abgedrängt. Solch eine Wachablösung läuft zu dieser Jahreszeit in der Regel nicht geräuschlos ab, so dass es innerhalb der warmen Luft, vor allem aber an der Grenze zwischen den Luftmassen zu teils schweren Gewittern, örtlich mit unwetterartigen Regenmengen, Hagel und auch Sturmböen kommen kann", sagt Ansgar Engel vom Deutschen Wetterdienst.
Die Meteorologen warnen in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen vor extremen Unwettern, teilweise mit Starkregen bis 30 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde, Hagel und schweren Sturmböen.
Eine Luftmassengrenze verlaufe vom Niederrhein über den Raum Hannover hinweg nach Vorpommern und trenne kühlere Luft im Norden von feuchter und sehr warmer Luft im Süden. Während die nachströmende Luft für deutlich kühlere Temperaturen im Norden sorgt, bleibt es im Süden zunächst wärmer. Die Tageshöchsttemperaturen am Samstag liegen zwischen 16 Grad in Ostfriesland und 30 Grad im Südosten.
Am Pfingstsonntag bleibt es unbeständig mit einigen, teils auch gewittrigen Regenschauern. Während im Westen die Höchstwerte nur noch zwischen 16 und 21 Grad liegen, werden im Osten noch einmal 23 bis 28 Grad erreicht. Doch am Pfingstmontag rasen auch im Süden der Republik die Temperaturen in den Keller: Die Tageshöchsttemperaturen liegen nur noch um 15 Grad. Dazu versteckt sich die Sonne die meiste Zeit hinter dicken Wolken und immer wieder kommt es zu heftigen Regenschauern.
jjc/dpa/ddp/AP