Tschechien Blitzeinschlag bei Kinderfest – Personen müssen wiederbelebt werden
Blitz (in der Nähe von Stuttgart, Symbolbild)
Foto: Andreas Rosar / dpaBei Unwetter sollte man die Nähe von Bäumen meiden: Diese Regel haben in Tschechien offenbar zahlreiche Menschen missachtet – mit teils dramatischen Folgen. Bei einem Blitzeinschlag in der Stadt Liberec sind 18 Menschen verletzt worden, darunter mindestens neun Kinder.
Die meisten der Betroffenen seien bewusstlos auf dem Boden gefunden worden, darunter Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 2 und 16 Jahren, sagte ein Krankenhaussprecher nach dem Unglück am Sonntag. Keiner der Patienten habe indes Verbrennungen erlitten, niemand habe operiert werden müssen. Zu dem Unglück kam es bei einem Kinderfest im Schlosspark des Stadtteils Vratislavice nad Nisou.
7️⃣⚠️ seriously injured, some of whom we had to resuscitate, 5️⃣⚠️ moderately injured, 6️⃣⚠️ lightly injured, from 1️⃣⚠️ aerial photo 🚁🚁🚁transported to Prague Hospital Motol 🏥
— casi long (@long_casi) June 2, 2024
Today's Accident in Liberec - Everyone's Children's Day celebration 😱😢😢😢 pic.twitter.com/r35qZnzloc
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Fünf Menschen wurden von den Einsatzkräften reanimiert. Die Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser. Ein Rettungshubschrauber flog ein Kind in die Uniklinik Motol in Prag. Liberec liegt rund 25 Kilometer südöstlich der sächsischen Grenzstadt Zittau.
»Bei Regen und Sturm ist ein Blitz in einen Baum eingeschlagen«, sagte eine Polizeisprecherin der Agentur CTK zufolge. Unter diesem Baum hätten zahlreiche Menschen gestanden, um Schutz vor dem Regen zu suchen. Anfang Juni wird in Tschechien traditionell der Internationale Kindertag gefeiert.
Unwetter mit Starkregen sorgten auch andernorts für Probleme. An vielen Flüssen im Westen Tschechiens herrschte Hochwasser. In der Industrie- und Bierstadt Pilsen forderte die Stadtverwaltung die Menschen auf, den Ufern fernzubleiben. »Das Wasser hat eine enorme Kraft«, warnte Oberbürgermeister Roman Zarzycky in den sozialen Medien. Zwischen Pilsen (Plzen) und Strakonice im Südwesten des Landes musste die Bahnstrecke gesperrt werden, weil es zu Erdrutschen kam. Der staatliche Wetterdienst CHMU rechnete mit weiteren Unwettern am Montagnachmittag.
In Deutschland sorgt das Wetter vor allem im Süden für massive Probleme. Tausende Menschen mussten in Bayern aus ihren Häusern gebracht werden, rund 40.000 Einsatzkräfte sind mobilisiert, um gegen die Folgen des Hochwassers anzukämpfen (einen Überblick finden Sie hier).