Tschechien: Festnahmen wegen Deal mit radioaktivem Material - DER SPIEGEL
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Tschechien Festnahmen wegen Deal mit radioaktivem Material

Die tschechische Polizei hat zwei Männer aus der Slowakei festgenommen, die für 600.000 Euro drei Kilogramm eines radioaktiven Materials verkaufen wollten. Ersten Tests zufolge hätte die Substanz in einer "schmutzigen Bombe" verwendet werden können.
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Prag - Die Polizei kündigte an, die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien über den Fund zu informieren. Die beiden Männer wurden den Angaben zufolge am Freitag in einem Hotel in Brno (Brünn) 200 Kilometer südwestlich von Prag festgenommen, als sie gerade das Geld zählten. Sie waren zuvor eine Woche lang von verdeckten Ermittlern überwacht worden. Ihnen drohen im Fall einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Gefängnis.

Das sicher gestellte Material wurde zur weiteren Untersuchung in ein Labor gebracht, wie die Behörden weiter mitteilten. Das Ergebnis wurde für Mitte kommender Woche erwartet.

Die Festnahme war bereits die zweite in Tschechien wegen Besitzes einer gefährlichen Substanz in diesem Monat. In der vergangenen Woche nahm die Polizei an der Grenze zu Österreich drei Männer fest, die versuchten, den Plastiksprengstoff Semtex außer Landes zu bringen. Einer der Männer hatte 2,5 Kilogramm davon an seinem Körper befestigt.

Das in Tschechien hergestellte Semtex wurde bereits mehrfach von Terroristen eingesetzt, unter anderem bei dem Anschlag auf ein US-Flugzeug über dem schottischen Lockerbie 1988. Dabei wurden 270 Menschen getötet.