Tsunami-Warnung Panik nach Erdbeben auf Sumatra
Washington - Das Beben habe sich rund 300 Kilometer südlich von Banda Aceh auf der Insel Sumatra ereignet, berichtete das geologische Überwachungsinstitut der USA. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE droht kein Tsunami.
Dennoch löste das Erdbeben Panik aus. Die Menschen seien schreiend auf die Straßen gelaufen, sagte ein Sprecher der Erdbebenwarte. Über Schäden lagen zunächst keine Angaben vor. Der Erdstoß dauerte nach Angaben des Radiosenders Elshinta 30 Sekunden und war Hunderte Kilometer weit zu spüren.
Die Indonesier gaben die Stärke mit 6,6 an, die US-Geologiebehörde sprach von einer Stärke von 7,5. Das Epizentrum lag 42 Kilometer südwestlich der Insel Simeulue vor Aceh rund 30 Kilometer unter dem Meeresboden. Erste Angaben, dass das Beben nicht unter dem Meeresboden lag, korrigierte der Sprecher.
Das Beben erschütterte die Provinz um 15.08 Uhr Ortszeit. "Ich rannte, so schnell ich konnte, als ich das Beben spürte", sagte ein Einwohner der Provinzhauptstadt Banda Aceh dem Radiosender Elshinta. Die Region wurde durch mehrere Nachbeben erschüttert.
Seit der verheerenden Flutkatastrophe am Indischen Ozean Ende 2004 sind die indonesischen Behörden bei Erdbeben äußerst wachsam. Damals kamen mehr als 230.000 Menschen ums Leben, die meisten im Westen der Inselrepublik. Die Provinz Aceh war am schlimmsten betroffenen von dem Tsunami. Dort starben allein 168.000 Menschen. Indonesien liegt auf dem sogenannten pazifischen Feuerring, an dem mehrere Kontinentalplatten aufeinandertreffen. Deshalb wird das Insel-Archipel regelmäßig von schweren Beben erschüttert.
jjc/AFP/AP/dpa