Türkei Mindestens 23 Tote durch Erdbeben
Ankara - Allein in der Stadt Bolvadin, rund 500 Kilometer südöstlich von Istanbul, wurden nach Angaben der Behörden 15 Häuser zerstört. Aus fünf Dörfern der Umgebung wurden ebenfalls Schäden gemeldet. Im Dorf Sultandagi bemühten sich Helfer, acht verschüttete Bewohner aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses zu bergen. Dort wurden zehn Häuser zerstört, wie der Bürgermeister der Provinzhauptstadt Afyon, Hayrettin Barut, mitteilte.
In der Provinz Afyon wurden Telefonleitungen unterbrochen. Aus der Nachbarprovinz Konya wurden ein Todesopfer und sieben Verletzte gemeldet. Der Leiter der Istanbuler Bebenwarte Kandilli sagte, das Beben habe nach ersten Messungen eine Stärke von 6,0 erreicht. Dem schweren Erdstoß seien acht Nachbeben gefolgt.
Der größte Teil der Türkei liegt geologisch im Gebiet des nordanatolischen Grabens und wird häufig von Beben heimgesucht. Bei der letzten großen Erdbebenkatastrophe kamen im Nordwesten des Landes etwa 18.000 Menschen ums Leben.