TV-Auftritt: Zitate der Familie Wallert - DER SPIEGEL
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TV-Auftritt Zitate der Familie Wallert

In der ZDF-Sendung "Johannes B. Kerner-Show" spricht die Familie Wallert über ihre monatelange Geiselhaft auf den Philippinen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Renate Wallert:

"Wir haben im ersten Camp sogar mit den Entführern zusammen geschlafen. Sie lagen uns gegenüber. Sie waren sehr nah bei uns, die ganze Nacht, sie haben uns mit Taschenlampen angeleuchtet und geguckt, wie wir schlafen."

Renate Wallert: "Ich war nie ängstlich, ich war eigentlich immer jemand, an den man sich wenden konnte, ich war jemand, der sonst Hilfestellung gibt."

Werner Wallert über Presse und Rebellen: "Ihr primäres Interesse war Öffentlichkeit herzustellen. Die Abu Sayyaf wollte weltweit bekannt werden und das haben sie geschafft."

Marc Wallert über die Entführer: "Am Anfang hatten wir den Eindruck, bei Moslem-Rebellen zu sein, die für höhere Ziele kämpfen, aber dann hat sich ziemlich schnell herausgestellt, dass die mit dem Islam nicht viel zu tun haben, und es ganz klar um Pekuniäres ging."

Renate Wallert über die Entführer: "Ich würde sie schon gern hinter Gitter sehen, denn wenn das so weitergeht mit den Entführungen, dann ist ja Malaysia kein sicheres Tauchgebiet mehr. Also wir werden da nicht mehr hinfliegen."

Renate Wallert über ihre Freilassung: "Ich war sehr, sehr glücklich, als ich Aventajado sah, bis dahin war es eine Höllenfahrt."

Werner Wallert über die Freilassung seiner Frau: "Es war für uns eine Erleichterung, insofern, als wir dann wussten, sie war in Sicherheit. Und wir hatten immer gesagt, jeder, der die Chance hat, aus dem Camp rauszukommen, muss gehen."

Marc Wallert über seine Rückreise von Jolo über Libyen nach Deutschland: "Ich habe mich in diesen letzten drei, vier Tagen eigentlich gefühlt wie so eine olympische Fackel, die immer weiter gereicht wurde und dann auch irgendwann mal ausgebrannt ist."