TV-Pfarrer Fliege: Nicht Jesus, sondern Moik - DER SPIEGEL
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TV-Pfarrer Fliege Nicht Jesus, sondern Moik

Für den Spott musste Fernsehpfarrer Jürgen Fliege nicht sorgen. Als er sich jüngst mit Jesus verglich, zog ihn Harald Schmidt auf: "Vorsicht, Fliege, bald ist Karfreitag!" Flieges jüngste Phantasie: Er möchte ein Sonntagvormittags-Moik werden.
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München - Heute talkt Jürgen Fliege zum 1000. Mal in seiner gleichnamigen Sendung in der ARD. Grund für ihn darüber nachzudenken, wo die Reise hingehen soll. Von der Münchner "Abendzeitung" nach seiner Zukunft gefragt, sagte Fliege: "Ich möchte ein Sonntagvormittags-Moik werden: Regelmäßig in einem Stadl oder sonst wo mit 3000 Menschen singen, beten und feiern. Fliege goes Party - das wär's."

In dem Interview korrigierte Fliege Aussagen, die ihm zugeschrieben werden. Dass er zu Tagesschau-Sprecherin Eva Herman gesagt haben soll, er arbeite nur mit Frauen, mit denen er im Bett gewesen sei, wollte er so nicht stehen lassen. Fliege: "Ich bin erstaunt, dass die Erinnerungen zweier Menschen so auseinander gehen können."

Nicht widersprach der Geistliche dem Fliege-Zitat "Unter dem Talar bin ich immer noch ein Mann!". Zwar rede er nicht gerne über Sex, doch Sex und Religion hätten vieles gemeinsam: "Da geht's um grenzenlose Erfahrung."

Entgrenzung - danach sucht Fliege auch privat. Er habe sich aus seiner Heimat, dem Bergischen Land, aufgemacht, um herauszufinden: "Gibt es die Wiedergeburt?" Als was er gerne wiederkehren würde? "Nicht als Fliege, vielleicht als Baum", sagte der Pfarrer. Von Bäumen könnten Menschen lernen, die Dinge zu nehmen, wie sie sind.