U-Boot-Unglück: US-Rettungsteams erreichen Kamtschatka - DER SPIEGEL
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U-Boot-Unglück US-Rettungsteams erreichen Kamtschatka

Die Sauerstoffvorräte in dem verunglückten russischen Mini-U-Boot reichen voraussichtlich nur noch bis in die Nacht. Um bei der Bergung zu helfen, sind inzwischen Spezialteams aus den USA und Großbritannien auf der Halbinsel Kamtschatka gelandet.
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Petropawlowsk - Die ferngesteuerten Tauchroboter der amerikanische Helfer sollten von der Hauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski per Schiff weiter zur Unglücksstelle gebracht werden, meldete die Agentur Interfax. Dem ersten Flugzeug der US-Marine sollen nach inoffiziellen Militärangaben in Moskau noch zwei weitere folgen.

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U-Boot-Unglück: Die Hilflosigkeit der Helfer

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Der britische Unterwasserroboter ist ebenfalls heute in Kamtschatka angekommen. Er soll sofort zur Pazifikküste gebracht und zur Bergung des festsitzenden Mini-U-Bootes eingesetzt werden, wie Militärsprecher Georgi Romanotisch laut einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA-Nowostik sagte. In dem Boot sind sieben Menschen eingeschlossen.

Rätselraten über Menge des Sauerstoffs

Wie lange der Transport zur Küste dauert, war nicht klar. Auch schien niemand genau zu wissen, wie viel Sauerstoff den Matrosen bleibt. Am Samstagmorgen sagte der Kommandeur der russischen Pazifikflotte, Admiral Viktor Fjodorow, es blieben noch mindestens 18 Stunden. Wenig später erklärte er, möglicherweise habe man 24 Stunden Zeit für die Bergung.

Marinesprecher Igor Dygaldo sagte der Nachrichtenagentur AP, die Rettungskräfte hätten gegen 00.15 mitteleuropäischer Zeit kurz Kontakt zu der Crew aufgenommen. Der Zustand der Matrosen sei "zufrieden stellend".

Nachrichtenagenturen meldeten, das vor Kamtschatka gestrandete U-Boot habe sich in einem am Meeresboden installierten Antennensystem verfangen. Ein Schiff habe das U-Boot an der Antenne etwa 100 Meter Richtung Küste geschleppt. Allerdings gehe dies zu langsam und die Bergungskräfte versuchten nun, eine Art Abschleppseil an dem Tauchboot zu befestigen, sagte Fjodorow.

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Rückblick: U-Boot-Unglück weckt Erinnerungen an die "Kursk"

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Die widersprüchlichen Angaben der russischen Marineführung weckten Erinnerungen an die "Kursk"-Tragödie vor fünf Jahren. Damals waren 118 russische Matrosen in dem U-Boot gestorben, nachdem ein Torpedo des Schiffes explodiert war. Die russische Marine gab damals nur sehr zögerlich Informationen weiter und weigerte sich, ausländische Hilfe anzufordern. Die Tatenlosigkeit des russischen Präsidenten Wladimir Putin sorgte für große Wut bei den Betroffenen. Auch bei dem neuen U-Boot-Drama hielt sich der Präsident zunächst zurück. Bis zum Samstagmorgen gab er keine öffentliche Stellungnahme ab.