UCLA: Leichen zersägt - Körperteile verkauft - DER SPIEGEL
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UCLA Leichen zersägt - Körperteile verkauft

Eine der renommiertesten Universitäten in Kalifornien hat eingeräumt, dass Körper, die Verwandte der Verstorbenen für wissenschaftliche Zwecke gespendet hatten, weiterverkauft wurden. Dutzende Labor- und Forschungseinrichtungen sollen mit den illegal beschafften Körperteilen versorgt worden sein.
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Los Angeles - Mehrere Familien der Spender reichten gestern Klage gegen die Hochschule in Los Angeles (UCLA) ein und beschuldigten den Leiter des Körperspende-Programms, Henry Reid, jahrelang einen illegalen Handel mit Körperteilen betrieben zu haben. Reid und einer seiner Mitarbeiter, Ernest Nelson, wurden bereits am Wochenende verhaftet.

Nelson gab an, bis zu 100 Labor- und Forschungseinrichtungen mit Körperteilen versorgt zu haben. Der "Los Angeles Times" sagte er, er habe jahrelang Hände, Kniegelenke und andere Körperteile von über 800 Leichen im Kühlraum der Universität entfernt. Zweimal pro Woche habe er mit einer Säge das medizinische Institut betreten. Nelson zufolge wusste die Universität über seine Aktivitäten Bescheid. Der Anwalt der Universität wies das jedoch zurück. Nelson und Reid hätten den illegalen Handel mit den Körperteilen heimlich ausgeführt und sich daran bereichert.

Der Dekan des medizinischen Fachbereichs der UCLA, Gerald Levey, räumte aber ein, dass das Vertrauen der Spender offenbar missbraucht worden sei. Die Universität müsse untersuchen, warum der illegale Handel nicht früher bemerkt worden sei. Die Universität werde ihr Körperspende-Programm reformieren.

Die Affäre wurde bekannt, weil einer der Käufer von Leichenteilen gegen die Universität klagte. Dabei machte er geltend, er habe Körperteile für 241.000 Dollar gekauft und sei dann aufgefordert worden, diese zurückzugeben. Etwa 175 Personen im Jahr vermachen ihren Körper nach dem Tod der UCLA mit der Bestimmung, sie im Anatomieunterricht oder für die wissenschaftliche Forschung zu verwenden.