Übach-Palenberg: Beschuldigter gesteht Enthauptung der Schwägerin - DER SPIEGEL
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Übach-Palenberg Beschuldigter gesteht Enthauptung der Schwägerin

Der Mann, der im Verdacht stand, seine Schwägerin im niederrheinischen Übach-Palenberg enthauptet zu haben, hat die Tat gestanden. Nach der Bluttat war der 24-Jährige festgenommen worden. Er war in der Fußgängerzone des Ortes gesehen worden. Den Kopf seines Opfers hatte er laut Zeugenaussagen "wie eine Trophäe geschwenkt".
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Übach-Palenberg - In den Vernehmungen habe der Kososvo-Albaner erklärt, die ein Jahr ältere Frau habe ihn zuvor auf unterschiedliche Art provoziert, erklärte der Aachener Staatsanwalt Robert Deller. Die Obduktion habe ergeben, dass die Frau mit mehreren Messerstichen in den Oberkörper getötet wurde. Der 24-Jährige gab zu, seine Schwägerin anschließend in deren Wohnung mit einem 30 Zentimeter langen Küchenmesser enthauptet zu haben.

Konkrete Hinweise auf ein sexuelles Verhältnis gebe es nicht. "Anhaltspunkte für eine Affäre liegen uns nicht vor", sagte der Staatsanwalt nach der Vorführung des Beschuldigten beim Haftrichter in Geilenkirchen. Dieser erließ Haftbefehl wegen Totschlags gegen den zum Jahresanfang nach Deutschland eingereisten Kosovo-Albaner.

Fest stand zunächst, dass es zwischen dem Mann und seiner Schwägerin, die ebenfalls aus dem Kosovo stammte, am Dienstagmorgen zum Streit gekommen war. Nachbarn berichteten, sie hätten Schreie aus der Wohnung gehört. Gegen 9.30 Uhr war der Mann mit dem Kopf der Frau durch die Einkaufszone des Ortes im Kreis Heinsberg gegangen. Augenzeugen berichteten, er habe in einer Hand den blutigen Kopf "wie eine Trophäe" geschwenkt, in der anderen die Tatwaffe, das Küchenmesser mit einer 30 Zentimeter langen Klinge, gehalten.

Ob der Mann zum Tatzeitpunkt geistig verwirrt oder unter Drogeneinfluss war, konnte der Staatsanwalt am Mittwoch nicht sagen. Hier müsse die ärztliche Untersuchung des Täters abgewartet werden, sagte Deller. "Natürlich ist das nicht normal, wenn jemand seiner Schwägerin den Kopf abschneidet und damit dann auch noch in der Fußgängerzone herumläuft."

Die 15 Monate alte Tochter des Ehepaares sei von den Polizeibeamten aus der Wohnung geholt worden, berichteten Augenzeugen. Nach Angaben von Nachbarn zogen die 25-jährige Frau und ihr Mann im Januar 2000 in die Wohnanlage im Zentrum der 25.000 Einwohner zählenden Gemeinde.