Umstrittenes Immobilien-Geschäft Synode setzt Patriarchen von Jerusalem ab
Jerusalem/Athen -Der Beschluss wurde am Freitag mehrheitlich gefällt. Eirinaios I. sei inzwischen mit unbekanntem Ziel abgereist, hieß es am Freitag aus Jerusalem. Der Kirchenrat beauftragte bis zur Ernennung eines neuen Patriarchen drei Synoden-Mitglieder mit der Amtsführung. Aus Furcht vor gewalttätigen Ausschreitungen wurden am Freitag rund um das Patriarchat in Jerusalems Altstadt die Polizeikräfte verstärkt.
Der Verkauf der Kirchen-Immobilien sei nach mehrheitlicher Ansicht der rund 200.000 überwiegend palästinensischen Gläubigen und der Mehrheit der Synode als "ein Verrat an der palästinensischen Sache" verstanden worden, berichtete die griechische Presse am Freitag. Man bemühe sich nun darum, den Verkauf rückgängig zu machen.
Der Beschluss der Synode muss noch formell bestätigt werden. Die Regierung in Athen hatte mehrmals in den vergangenen Tagen den abgesetzten Patriarchen aufgefordert, "die Folgen seiner Taten zu überlegen und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen". Unklar war am Freitag, wie die Regierung Israels sich nach dieser Entwicklung verhalten würde. Es sei eine der schwersten Krisen in der Geschichte des traditionsreichen griechisch-orthodoxen Patriarchats von Jerusalem, meinten griechische Medien.