Umweltkatastrophe Schweres Tankerunglück vor Krim
Moskau - Ein russischer Behördenvertreter sprach im Fernsehsender Westi-24 von einer "äußerst schweren Umweltkatastrophe", die auch für die kommenden Jahre schlimme Folgen mit sich bringen könne. Der russische Tanker Wolganeft-139 war Medienberichten zufolge auf seinem Weg vom südrussischen Hafen Asow nach Kertsch in der Ukraine bei stürmischem Wetter in Seenot geraten. Das Schiff brach von Böen geschüttelt auseinander.
Beladen war es mit insgesamt etwa 4000 Tonnen Öl, wie es unter Berufung auf Behördenvertreter hieß. Es seien höchstens 1200 Tonnen Öl ausgelaufen, berichtete ein Sprecher des Notfallministeriums. Westi-24 dagegen vermeldete etwa 2000 Tonnen und berief sich auf Angaben von Umweltbehörden.
Auf dem Wrack befinden sich noch 13 Besatzungsmitglieder. Bemühungen zur Rettung der Crew blieben auf Grund des anhaltenden Sturmes zunächst erfolglos.
Die heftige Wetterlage soll auch andere Schiffe in der Region in Bedrängnis gebracht haben. Nach russischen Angaben sank vor der Hafenstadt Kawkas ein Tanker mit 2000 Tonnen Schwefel an Bord. Die Nachrichtenagentur Interfax meldete zudem, ein weiterer, mit Schwefel beladener Frachter sei in derselben Gegend gesunken, acht Besatzungsmitglieder würden vermisst. Russische Behörden gaben außerdem an, dass zwar ein weiterer Öltanker in Seenot geraten sei, ein Leck jedoch nicht aufgetreten sei.
jjc/Reuters