Unblutiges Ende: Flugzeugentführer geben auf - DER SPIEGEL
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Unblutiges Ende Flugzeugentführer geben auf

Nach zähen Verhandlungen ist die Entführung einer äthiopischen Militärmaschine glimpflich zu Ende gegangen. Die Hijacker ergaben sich nach stundenlangen Gesprächen auf dem Flughafen der sudanesischen Hauptstadt Khartum.
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Kairo/Khartum - Es waren nervenaufreibende Verhandlungen im Sudan. Doch schließlich erreichten die Vertreter des Roten Kreuzes und der Vereinten Nationen ihr Ziel: Die Entführer, Studenten einer äthiopischen Militärakademie, gaben auf und ließen die insgesamt rund 50 Flugzeuginsassen frei.

Wie der arabische TV-Sender al-Dschasira berichtete, hatten die mit Maschinenpistolen und Handgranaten bewaffneten Kidnapper mit der Aktion Visa für die USA oder Großbritannien erpressen wollen. Außerdem forderten sie mehr politische Freiheiten in Äthiopien. Ihnen soll nun im Sudan der Prozess gemacht werden.

Die Maschine vom russischen Typ Antonow war am Donnerstagnachmittag im äthiopischen Luftraum auf einem Inlandsflug entführt worden. Kurz darauf musste das Flugzeug wegen Treibstoffmangels in Khartum landen. Dort forderten die Studenten, mit den Botschaftern der USA und Großbritanniens zu sprechen, was ihnen jedoch nicht gestattet wurde. Am frühen Freitagmorgen ließen die Entführer zunächst elf Frauen und Kinder frei, darunter ein achtjähriges Mädchen, das in der Maschine ohnmächtig geworden war.

Unklar ist noch immer die genaue Zahl der Entführer. Im sudanesischen Fernsehen war zunächst von neun Studenten die Rede. Andere Quellen sprachen von zwölf Kidnappern. Fest steht jedoch, dass die Entführer keiner politischen Gruppierung angehören. In Äthiopien hatte es kürzlich blutige Studentenunruhen gegeben.