Unfälle 110 Autos rasen auf A7 ineinander
Bad Brückenau - Rund 150 Fahrzeuge sind am Sonntag bei dichtem Nebel auf der Autobahn A 7 Fulda-Würzburg nahe der Raststätte Rhön ineinander gerast. "Es hat geknallt wie in einem Film", erzählt ein Autofahrer. Ein Mann und eine Frau starben, mindestens 73 wurden verletzt, 20 davon schwer. Die Autobahn bleibt weiter in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt. Die Aufräum-Arbeiten waren am Abend noch nicht abgeschlossen. "Es dauert noch lange", sagte ein Polizei-Sprecher um 18 Uhr.
Rund 110 Autos fuhren in dichtem Nebel in beiden Fahrtrichtungen ineinander. Der Verkehr in der gesamten Region brach zeitweise fast zusammen, weil auch die Umleitungsstrecken völlig überlastet waren. Rund 250 Autoinsassen, die die Unfälle unverletzt überstanden hatten, wurden in einem Rotkreuzheim und einer Turnhalle in Bad Brückenau betreut.
Ein Polizeisprecher nannte als Unfallursache "zu schnelles Fahren bei Nebel". Die Sichtweite zum Zeitpunkt des Unfalls, der sich auf der Fahrbahn Richtung Würzburg gegen 11 Uhr vormittags ereignete, habe rund 100 Meter betragen. Die Polizei sperrte die Autobahn sofort komplett, in beiden Fahrtrichtungen bildeten sich Staus mit Längen bis zu 40 Kilometer.
Auch auf der Autobahn A 9 bei Tautendorf in Thüringen krachten 40 Autos ineinander. Zehn Menschen wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht, berichtete die Polizei in Hermsdorf. Durch eine eineinhalbstündige Vollsperrung der Bahn in Richtung Berlin entstand ein 20 Kilometer langer Stau. Ursache der Unfälle sei zu schnelles Fahren mit zu wenig Abstand gewesen.