Schwere Unfälle an Neujahr Massenkarambolagen im Nebel mit Toten und Verletzten
Bei extrem schlechten Sichtverhältnissen hat es in der Neujahrsnacht schwere Unfälle gegeben. Am schlimmsten krachte es auf der A1 bei Wildeshausen, wo im Nebel 15 Autos aufeinander fuhren.
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In dichtem Nebel hat es in der Neujahrsnacht und am frühen Morgen eine Reihe von sehr schweren Unfällen auf Autobahnen gegeben. In zwei Fällen kam es zu einer Massenkarambolage von mehr als einem Dutzend Autos. Zeitweise soll die Sicht gerade einmal fünf Meter betragen haben.
- Zu dem schwersten Unfall kam es auf der A1 in Richtung Osnabrück bei Wildeshausen, wo 15 Autos ineinander rasten. Wie die "Nordwest-Zeitung" berichtet, kamen dabei zwei Menschen ums Leben , sechs bis acht seien schwer verletzt worden. Offenbar wurden Personen, die aus ihren Unfallautos stiegen, von nachfolgenden Fahrzeugen erfasst. Wegen des starken Nebels, zitiert die "NWZ" einen Polizeisprecher, gestalte sich die Aufnahme des Unfalls als sehr schwierig. Die Autobahn werde möglicherweise bis in den Nachmittag gesperrt bleiben.
- Ähnlich schwer war auch der Unfall auf der A3 in Richtung Köln bei Duisburg, wo 18 Autos in eine Karambolage verwickelt waren. Vier Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer, wie die Polizei am Morgen mitteilte. Die Autobahn war beim Kreuz Kaiserberg zunächst in beide Richtungen voll gesperrt. Am Morgen wurde die Fahrbahn Richtung Oberhausen wieder freigegeben. In Fahrtrichtung Köln sollte die Sperrung im Laufe des Vormittags aufgehoben werden.
- Fast zeitgleich krachte es in der Nacht auch auf der A42 zwischen Bottrop und Oberhausen. Dort fuhren zwei Autos im Nebel aufeinander auf. Neun Menschen erlitten Verletzungen, einer von ihnen wurde laut Feuerwehr schwer verletzt. Sie kamen in Krankenhäuser. Zur Unfallzeit soll die Sichtweite nur etwa fünf Meter betragen haben. Die A42 war zeitweise voll gesperrt, wurde später aber wieder freigegeben.
- Auch auf der A28 bei Westerstede kam es wegen extrem schlechter Sicht zu einem Unfall. Ein 83-jähriger Autofahrer sei der Polizei zufolge wegen des Nebels mit etwa 20 km/h unterwegs gewesen sein, als von hinten ein Wagen mit einem für die Wetterverhältnisse wohl zu hohem Tempo auffuhr. Ein nachfolgender Fahrer eines Wohnmobils konnte nicht ausweichen - und kollidierte mit den anderen beiden Unfallwagen.
- Auf der A23 bei Itzehoe wurden zwölf Menschen verletzt, als mehrere Autos wegen des Nebels zusammenstießen. Auf gleicher Höhe in der anderen Fahrtrichtung wurden acht Menschen leicht verletzt. Auch die Aufräumarbeiten erschwerte der Nebel: Mit Taschenlampen mussten die Polizisten nach den beteiligten Autos suchen. Ein Polizeisprecher in Schleswig-Holstein sagte in der Nacht: "Der Nebel ist aktuell unser größtes Problem."
- In Hannover wurden bei zwei Kollisionen im Nebel insgesamt zehn Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Auf dem Messeschnellweg kollidierten sechs Fahrzeuge, auf dem Südschnellweg fuhren acht Wagen ineinander.
oka/dpa