Unglück vor Spitzbergen: Deutsche Kreuzfahrer müssen von Bord - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Unglück vor Spitzbergen Deutsche Kreuzfahrer müssen von Bord

Für 690 Passagiere, die eine Kreuzfahrt vor Spitzbergen gebucht hatten, ist die Reise vorzeitig beendet. Als die "Mona Lisa" auf Grund setzte, wurden die Außenhaut des Dampfers und eine Schiffsschraube beschädigt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Das von dem deutschen Reiseveranstalter Holiday Kreuzfahrten mit Sitz im nordrhein-westfälischen Erkelenz gecharterte Kreuzfahrtschiff "Mona Lisa" hat nach einer Grundberührung in der Arktis seine Reise abbrechen müssen. Die Außenhaut des Schiffs und ein Propeller seien beschädigt worden, teilte das Unternehmen mit. Eine Gefahr für die 690 aus Deutschland kommenden Passagiere, die Besatzung und die Umwelt habe nicht bestanden. Die Passagiere würden nach Hause geflogen, hieß es.

Die 200 Meter lange und 26 Meter breite "Mona Lisa" hat einen Tiefgang von 8,5 Metern. Das Schiff kann bis zu 750 Passagiere und 330 Besatzungsmitglieder aufnehmen.

Das Unglück sei bereits am Freitag beim Auslaufen aus dem Magdalenenfjord bei 10° 35' Ost, 79° 34,8' Nord geschehen. Der Kreuzfahrer unter dem Kommando des griechischen Kapitäns Kostas Dossios habe die Fahrt aus eigener Kraft planmäßig nach Ny Alesund fortgesetzt.

Nachdem eingeflogene Taucher die Schäden begutachtet hätten, sei das Schiff nach Longyearbyen weitergefahren. Von dort würden die Passagiere nach Hause geflogen. Die "Mona Lisa" werde auf direktem Wege nach Deutschland fahren, wo die Schäden repariert werden sollen. Über die Höhe des Schadens konnte Holiday-Inhaber Herbert Fervers vorläufig noch keine Angaben machen.

Die Spitzbergen-Kreuzfahrt hatte am 17. Juli 2003 in Bremerhaven begonnen und sollte am 2. August in Bremerhaven enden.