Nach Unwetter in Thüringen Leiche in Bach angespült
Überflutete Straße im Landkreis Göttingen: Starkregen ließ viele Keller volllaufen
Foto: Swen Pförtner/ dpaNach starken Regenfällen ist im thüringischen Rustenfelde ein toter Mann in einem Bach angespült worden. Seine Leiche sei am Vormittag entdeckt worden, teilte die Polizei in Nordhausen mit. Bei dem Toten handelt es sich laut den Ermittlern um einen Feuerwehrmann. Es sei wahrscheinlich, dass er ertrunken sei.
Rustenfelde war laut Polizei in der Region am schwersten von den Unwettern in der Nacht zum Montag betroffen. Wie die Feuerwehr Heiligenstadt auf Facebook berichtete, bekämpften bis in den Montagmorgen hinein rund 140 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz die Folgen der Wasser- und Schlammmassen. Mehrere Häuser seien einsturzgefährdet, hieß es.
Auch in Niedersachsen verursachte starker Regen Schäden. Eine als Flüchtlingsunterkunft genutzte Turnhalle in Friedland wurde komplett überflutet. Die rund 200 Asylbewerber wurden vorübergehend in einer benachbarten Schule betreut, sie sollten anschließend in einer anderen Turnhalle in der Nachbargemeinde untergebracht werden.
Wegen des Starkregens mussten im Landkreis Göttingen außerdem zahlreiche Keller ausgepumpt und Straßen freigeräumt werden. Viele Straßen wurden zeitweise gesperrt. Auch die Autobahn 38 blieb bis zum Montagmorgen wegen der Unwetterfolgen teilweise dicht. Durch den starken Regen waren bei Friedland Teile der Böschung auf die Fahrbahn gerutscht, wie ein Polizeisprecher sagte. Von der mehrstündigen Sperrung war auch der Heidkopftunnel betroffen.
Meteorologen sagen weitere, zum Teil ergiebige Regenfälle sowie kräftige Gewitter vor allem für den Osten und die Mitte Deutschlands voraus. Stellenweise, vor allem am Erzgebirge und in Südniedersachsen, muss nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes bis Dienstagabend mit bis zu 90 Litern Regen pro Quadratmeter gerechnet werden. Am Donnerstag scheint dann laut Prognose wieder vielerorts die Sonne.