Unwetter: Katastrophenalarm in Schwaben - DER SPIEGEL
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Unwetter Katastrophenalarm in Schwaben

Heftige Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen haben am Mittwochabend in Bayern Millionenschäden angerichtet. In Memmingen liefen mehr als 600 Keller mit Wasser voll. Straßen und Autobahnen mussten gesperrt werden.
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Innerhalb weniger Stunden gingen in Franken und Schwaben bis zu 67 Liter Regen pro Quadratmeter nieder. Die Wassermassen überschwemmten mehr als 600 Keller und unterspülten Straßen. Am schlimmsten betroffen war Memmingen. Die Stadtverwaltung löste sofort Katastrophenalarm aus. Mehr als 500 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Ambulanz waren bis zum Morgen im Einsatz.

"Bei uns sind mehr als 1150 Notrufe eingegangen", sagte ein Einsatzleiter der Feuerwehr. "Aber wir haben noch nicht einmal die Hälfte bewältigt." Er rechnet damit, dass in vielen örtlichen Betrieben die Schäden erst am Vormittag entdeckt werden. In Heimertingen wurde eine ganze Wohnsiedlung überschwemmt. Die Wassermassen rissen einen Öltank aus der Verankerung. 3000 Liter Öl liefen aus. 130 Feuerwehrleute versuchten stundenlang, den Schaden zu begrenzen.

Der heftige Regen und umgestürzte Bäume verursachten in der Umgebung zahlreiche Verkehrsunfälle. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt. Die Autobahnen 7, 9 und 96 mussten zum Teil gesperrt werden. Eine Sprecherin des Münchener Innenministeriums schätzte den Schaden auf mehrere Millionen Euro.