Unwetter "Kirsten" brachte Hagel, Gewitter und Wolkenbrüche
Hamburg - Der Deutsche Wetterdienst zählte örtlich im Durchschnitt 1000 Blitze. Besonders stark betroffen waren der Süden und die Mitte Deutschlands. In Stuttgart überzog ein Hagelschauer die Stadt und verwandelte die Straßen in Minutenschnelle in weiße Rutschbahnen. Stühle und Tische der Straßen-Cafes stürzten um; später pflügten Autos über überschwemmte Fahrbahnen. Es kam zu zahlreichen Behinderungen im öffentlichen Nahverkehr und auf den Straßen. Auch in der ganzen Nordhälfte der Schweiz wurden durch die Unwetter mit Hagelkörnern bis zu Walnussgröße zahlreiche Keller überschwemmt. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz.
Die stürmischen Gewitter mit heftigen Regenfällen und teilweise Hagelschauern sollten auch in der Nacht zum Dienstag noch andauern. Bereits in der Nacht zum Montag waren in Teilen Hessens und der Pfalz Straßen überflutet oder von Bäumen blockiert worden. Etliche Keller liefen voll Wasser, mancherorts sorgten Blitzeinschläge für Stromausfälle. Im hessischen Ortenberg (Wetteraukreis) wurden 15 Schafe auf freiem Feld von einem Blitz getroffen - alle kamen um.
Laut Vorhersage der Meteorologen drückt "Kirsten" die Temperaturen am Dienstag und Mittwoch auf Werte zwischen 15 und 20 Grad herunter. "Die große Schwüle ist erstmal vorbei", sagte Meteorologe Jens Hoffmann. Schon am Donnerstag allerdings wird es wieder richtig warm.
Bis Dienstag zieht Tief "Kirsten" von Frankreich zur Ostsee und lenkt merklich kühlere Meeresluft nach Deutschland. Nordöstlich von Elbe, Havel und Spree sowie am Erzgebirge und am Alpenrand regnet es für längere Zeit bei nur noch 14 Grad. Die Sonne lugt auch im Rest des Landes nur vereinzelt hinter dichten Wolken hervor. Örtlich fallen Schauer. Die Temperaturen liegen zwischen 15 und 20 Grad.
Auch am Mittwoch bleibt es kühl bei Höchstwerten zwischen 14 Grad auf den Inseln und 21 Grad in der Lausitz und im Süden. Vor allem im Norden und Osten sind Schauer zu erwarten.