Unwetter Schlammlawinen verwüsten Philippinen
Manila - Bis zum Sonntagmorgen seien 77 Leichen geborgen worden, 123 Menschen galten zunächst noch als vermisst, teilte der Katastrophenschutz mit. Alleine in der besonders schwer betroffenen zentralphilippinischen Provinz Southern Leyte seien nach tagelangen Regenfällen mindestens 61 Menschen durch Schlammmassen getötet worden. Das Schicksal von 114 Bewohnern war zunächst unklar.
In vier südlichen Provinzen kamen außerdem nach Behördenangaben mindestens 16 Menschen bei Erdrutschen oder durch Überschwemmungen ums Leben. Als vermisst galten 9 Einwohner. In vielen Städten der von den Unwettern heimgesuchten Regionen fiel der Strom aus, zahlreiche Straßen, Häuser und Brücken wurden zerstört.
"Wenn sie wirklich unter dem Schlamm begraben sind, gibt es wohl nur wenig Hoffnung für sie", sagte ein Sprecher des Zivilschutzes zu den Überlebenschancen der Vermissten. Nach Angaben der Behörden wurden die meisten Opfer im Schlaf überrascht.
Anhaltender Regen behindere die Rettungsarbeiten, hieß es weiter. Der Einsatz von Hubschraubern oder Booten sei wegen des schlechten Wetters unmöglich. Einige der betroffenen Gegenden seien durch Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten.