Unwetter Schwere Gewitter angekündigt
Bitburg/Hamburg - Am Dienstagabend sind bei Unwettern mit starken Regenfällen in mehreren Teilen Deutschlands drei Menschen verletzt worden. In Nordrhein-Westfalen sorgten Riesen-Hagelkörner, Blitzeinschläge und Sturmböen für zum Teil chaotische Verhältnisse. In Rheinland-Pfalz wurden am Abend drei Menschen leicht verletzt. Auch im Saarland wurden zahlreiche Keller überflutet, Bäume entwurzelt und Brände durch Blitze ausgelöst. Andernorts verlief die Nacht zum Mittwoch entgegen zahlreicher Unwetterwarnungen allerdings glimpflicher als erwartet.
Ein Hagelsturm im rheinland-pfälzischen Bitburg richtete nach Polizeiangaben mehrere 100.000 Euro Schaden an. Als das Dach eines Einkaufszentrums auf einer Fläche von etwa 70 Quadratmetern einbrach, wurden zwei Menschen leicht verletzt. Eine Frau in einem Auto erlitt leichte Verletzungen durch einen umstürzenden Baum. Der etwa 20-minütige Platzregen überflutete mehr als 100 Keller in Privathäusern. Auch im Süden des Großherzogtums Luxemburg waren viele Keller mit Wasser voll gelaufen.
Im österreichischen Bundesland Tirol brachten heftige Gewitter teilweise den Verkehr zum Erliegen. Im Großraum Innsbruck mussten wegen Überflutungen die Inntalautobahn A 12 und die Brennerautobahn A 13 gesperrt werden. Die Fahrbahnen standen nach Auskunft der Autofahrer-Organisation ÖAMTC bis zu 30 Zentimeter unter Wasser. Am Mittwochmorgen waren die Straßen in Tirol wieder weitgehend ungehindert befahrbar.
Für heute gab das Wetteramt Essen erneut eine Unwettervorwarnung für Nordrhein-Westfalen heraus. Nach dem sonnigen Intermezzo der vergangenen Tage bilden sich immer mehr Wärmegewitter. Tief "Hanne" mit Kern über England lenkt von Süden schwülwarme Luft in die Westhälfte Deutschlands. Am Nachmittag werden nach der Vorhersage des Wetterdienstes Meteomedia in Bochum im Westen und Süden zum Teil heftige Gewitter erwartet, örtlich sind Sturmböen bis 90 Stundenkilometer, Platzregen und Hagel möglich.
Von Schleswig-Holstein bis zur Oder und im Osten Bayerns scheint noch häufiger die Sonne. Zwischen Nord- und Ostsee bleibt es sogar meist trocken. Die Temperaturen erreichen 24 bis 32 Grad. Spätestens am Donnerstag kommen die Gewitterwolken auch in den Nordosten. Die Meteorologen erwarten dann überwiegend starke Bewölkung, verbreitet Schauer und teils kräftige Gewitter. Vor allem die Gebiete nordöstlich des Münsterlands und der Rhön sollen betroffen sein.
Am Freitag und zum Wochenende setzt sich dann von Südwesten her eine leichte Wetterberuhigung durch. Neben einzelnen Schauern gibt es auch sonnige Abschnitte. Die Höchstwerte liegen bei 20 bis 27 Grad.