Unwetterkatastrophe Hunderte Tote in Indien
Neu Delhi - Allein in Bombay sind nach offiziellen Angaben bislang Hunderte Menschen durch das Unwetter zu Tode gekommen. Die schwersten Regenfälle seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hatten in der indischen Wirtschaftsmetropole gestern ein Chaos ausgelöst. Rettungskräfte gehen davon aus, dass die Zahl der Opfer noch steigt.
Der Flugverkehr in Bombay ist noch größtenteils gesperrt, einzelne Flüge ließen die Betreiber jedoch zu. Einige Bahnlinien haben den Betrieb ebenfalls wieder aufgenommen. In den vergangenen zwei Tagen war die 15-Millionen-Einwohner-Stadt von der Außenwelt abgeschnitten gewesen. Eine Verbesserung der Lage ist aber in Sicht: Meteorologen rechnen damit, dass die Niederschläge im Laufe des Tages abklingen - allerdings nur in Bombay. Für das Umland sagen die Experten heftigen Regen voraus.
In einem Dorf rund 150 Kilometer südlich von Bombay suchen Helfer nach etwa 100 Vermissten, die unter einer Schlammlawine begraben worden sein sollen.
Am Donnerstagabend löste ein falsches Gerücht über einen Dammbruch eine Massenpanik in einem Elendsviertel am Stadtrand von Bombay aus. 16 Menschen kamen dabei ums Leben, darunter sieben Kinder. Die Behörden hatten eigenen Angaben zufolge zwar über Fernsehen und Radiosender darüber informiert, dass der Damm nicht in Gefahr sei. Allerdings gibt es in dem betroffenen Slum keine Stromversorgung, daher konnten die Einwohner nicht rechtzeitig informiert werden.