Ursachensuche Explosion in Duisburger Kraftwerk
Duisburg - Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr bei der Explosion nicht verletzt. Einige Anwohner seien aber wegen Reizungen der Atmungsorgane vorsorglich ärztlich untersucht worden. Zehn Kilometer weit war die Detonation in dem Kraftwerk von ThyssenKrupp zu hören gewesen. Über die Ursache wird noch gerätselt: Möglicherweise sei eine Koksgasleitung explodiert, hieß es.
Im rund 70 Meter hohen Turm des Kraftwerks war nach der Detonation ein Feuer ausgebrochen, das die Brandbekämpfer aber nach etwa zwei Stunden weitgehend unter Kontrolle hatten. Von der Kraftwerksfassade war etwa ein Fünftel der Fläche herausgeflogen - Mauern und Stahlbleche bedeckten die Straße. Die Feuerwehr war nach Bekanntwerden des Unglücks mit allen verfügbaren Einsatzkräften ausgerückt. Auch mehrere Hundertschaften der Polizei wurden in das Gebiet rund um den Explosionsort geschickt.
Glasscherben und Mauerwerk flogen durch die Luft
Nach Augenzeugenberichten waren noch in mehreren hundert Metern Entfernung durch die Wucht der Detonation zahlreiche Häuser zum Teil erheblich beschädigt worden. Die Straßen waren mit Glassplittern zerborstener Scheiben von Wohnhäusern und Geschäften übersät. Zahlreiche parkende Wagen wurden zudem von umherfliegendem Mauerwerk getroffen und zerbeult. Dutzenden von betroffenen Bewohnern hatte die Feuerwehr Notunterkünfte für die Nacht besorgt.
Nach Angaben eines Unternehmenssprechers wird in dem Kraftwerk Koksgas in Strom umgewandelt, der wiederum bei der Stahlproduktion verwendet wird. Das Kraftwerk steht auf dem riesigen Gelände der ThyssenKrupp Stahl AG in der Nähe des Ruhrorter Rheinhafens. Der Sprecher meinte: "Wir sind froh, dass es keine Verletzten gegeben hat, man kann wirklich von Glück sprechen."