Urteil: Immendorff-Erpresserin bekommt Bewährung - DER SPIEGEL
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Urteil Immendorff-Erpresserin bekommt Bewährung

Wegen versuchter Erpressung des Malers Jörg Immendorf hat das Amtsgericht Düsseldorf eine Frau zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Sie hatte gedroht, Details über Immendorffs Kontakte ins Rotlichtmilieu auszuplaudern. Strafmildernd werteten die Richter den "äußersten Dilettantismus" der Frau.
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Düsseldorf - Die 24-Jährige wurde heute zu einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt. Sie wollte von dem im vergangenen August nach Kokainpartys mit Prostituierten zu einer elfmonatigen Bewährungsstrafe verurteilten Maler eine Million Euro erpressen, teilte das Gericht mit. Im Gegenzug habe die junge Frau versprochen, keine weiteren Informationen über Immendorff aus dem Rotlichtmilieu an die Medien zu geben, hieß es.

Strafmildernd habe sich der "äußerste Dilettantismus" bei der Begehung der Tat ausgewirkt, hieß es aus dem Gericht. Die geständige Angeklagte hatte bei einem Telefonkontakt mit Immendorffs Anwalt ihren Vor- und Nachnamen buchstabiert und später auch mit voller Namensnennung schriftlich zugesagt, dass es bei dieser einen Forderung bleiben werde. Der an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS erkrankte Immendorff war zum Schein auf den Erpressungsversuch eingegangen. Strafverschärfend sei die hohe Summe berücksichtigt worden, auf die es die Frau abgesehen habe, erklärten die Richter.

Immendorff war im Sommer 2003 bei Sex- und Drogenpartys mit Prostituierten in einem Düsseldorfer Luxushotel erwischt worden. Im August 2004 wurde der Künstler wegen des Besitzes von Kokain zu einer Bewährungsstrafe von elf Monaten verurteilt.