Urteil: Lebenslang für Bahn-Erpresser - DER SPIEGEL
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Urteil Lebenslang für Bahn-Erpresser

Der Mann, der Gleise manipulierte und die Deutsche Bahn um zehn Millionen Mark erpresste, hat eine lebenslange Haftstrafe bekommen.
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Berlin - Das Landgericht Berlin folgte damit am Montag dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Richter hielten den 47-jährigen Klaus-Peter S. der schweren räuberischen Erpressung, des zweifachen Mordversuchs sowie des Eingriffs in den Bahnverkehr und der Zerstörung eines Zuges für schuldig. Die Verteidigung hatte für eine Freiheitsstrafe von nicht mehr als zwölf Jahren plädiert.

Der Unternehmer aus Sachsen hatte Ende 1998 versucht, die Bahn um zehn Millionen Mark zu erpressen. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, verübte der Angeklagte Anschläge an drei Bahnanlagen. So wurden unter anderem die Gleisschwellen auf der Bahnstrecke Hannover-Berlin gelockert. Ein mit etwa 300 Personen besetzter ICE passierte diese Gefahrenstelle mit einer Geschwindigkeit von 250 Stundenkilometern. Ein Gutachter hatte in der Beweisaufnahme erklärt, es grenze an ein Wunder, dass der Zug nicht entgleist sei. Auf einer anderen vom Angeklagten manipulierten Strecke entgleiste ein Güterzug. Es entstand Sachschaden in Millionenhöhe.