Urteil: Lotto-Betrüger müssen ins Gefängnis - DER SPIEGEL
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Urteil Lotto-Betrüger müssen ins Gefängnis

Das Krefelder Landgericht hat sechs Mitglieder der bundesweit agierenden "Lotto-Bande" zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Die Männer hatten als "Deutsche System Lotto GmbH" insgesamt 8000 Spielern in ganz Deutschland Millionengewinne versprochen, aber nie Geld ausgezahlt.
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Krefeld - Wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs wurden die Täter heute zu Haftstrafen zwischen zwei und fünf Jahren verurteilt. Für ihre Machenschaften hatte die Bande in der Düsseldorfer Innenstadt zeitweise eine komplette Büroetage angemietet. Per Telefon wurden Tipper aus ganz Deutschland davon überzeugt, ihr Geld bei der "Deutschen System Lotto GmbH" einzusetzen. Pro Jahr sollte es bei einem Einsatz von 364 Euro mindestens einmal fünf oder sechs Richtige geben, zusätzlich wurde eine Garantiesumme von 1250 Euro versprochen.

In Einzelfällen hatten Mitspieler daraufhin innerhalb weniger Monate knapp 100.000 Euro investiert. Ausgezahlt wurde jedoch nichts. Das Geld floss in die Taschen der Betrüger. Nachgewiesen wurde der Bande ein Schaden von 1,2 Millionen Euro. Der tatsächliche Gesamtschaden soll bei etwa drei Millionen Euro liegen.

Der Vorsitzende Richter sagte in der Urteilsbegründung, die Angeklagten hätten das Vertrauen der Lotto-Spieler schamlos ausgenutzt. Bis zu 50 Telefonverkäufer hätten zeitgleich Menschen betrogen und "übers Ohr gehauen". Etwa 1,6 Millionen Euro waren im Besitz der Bande sichergestellt worden. Das Geld soll unter den Geschädigten aufgeteilt werden.